Der Sender ZDF hat nach einer juristischen Auseinandersetzung mit Tech-Milliardär Elon Musk mehrere Passagen aus der Sendung „ZDF heute live“ vom 12. Juni entfernt. Musk hatte zuvor rechtliche Schritte angekündigt, nachdem ihm in der Sendung vorgeworfen worden war, zu Protesten gegen ethnische Minderheiten und Flüchtlinge in Nordirland aufgerufen zu haben.
Hintergrund der Kontroverse
In der besagten Sendung hatte Moderatorin Christina von Ungern-Sternberg im Zusammenhang mit Ausschreitungen bei Protesten gegen Migranten in Nordirland erklärt: „Ein rassistischer Mob macht daraufhin Jagd auf Migranten. Dazu aufgerufen hatten der britische Rechtsextremist Tommy Robinson und Tech-Milliardär Elon Musk.“ Diese Aussage sorgte für erhebliche Kritik, da sie Musk direkt mit rechtsextremen Aufrufen in Verbindung brachte.
Musks Reaktion und rechtliche Schritte
Bereits am Montagabend hatte Musk auf der Plattform X verkündet, rechtliche Schritte einzuleiten. Sein Anwalt Joachim Steinhöfel mahnte den Sender daraufhin am Dienstag ab und forderte die Abgabe einer Unterlassungserklärung. Wie die „Welt“ berichtete, verlangte Steinhöfel die Löschung der inkriminierten Passagen. Das ZDF kam dieser Forderung nach und strich die entsprechenden Stellen aus der Sendung.
Fehlende Belege und Musks Tweet
Die Sendung hatte sich mit der Frage beschäftigt, ob Musk durch seine Tweets und Aussagen die Proteste gegen Migranten in Nordirland weiter anheize. Allerdings lieferte die Redaktion keine konkreten Belege für diese These. Einziger Anhaltspunkt war ein Tweet vom 9. Juni, in dem Musk einen Beitrag von Tommy Robinson teilte und dazu schrieb: „Nur wenn wir wiederholt und laut protestieren, wird sich etwas ändern.“ Ob dieser Tweet als Aufruf zu Gewalt oder Hetze zu verstehen sei, blieb in der Sendung unbelegt.
Die Entfernung der Passagen stellt einen Erfolg für Musk dar, der sich gegen die Vorwürfe zur Wehr gesetzt hatte. Das ZDF äußerte sich bislang nicht offiziell zu den genauen Gründen der Streichung.



