Der Berliner Senat hat die Zukunft des Hardenbergplatzes besiegelt. Der Platz vor dem Bahnhof Zoo wird als „öffentliche Verkehrsfläche“ im Bebauungsplan festgeschrieben. Damit sind alternative Nutzungen endgültig vom Tisch. Kritiker bezeichnen die Entscheidung als „vertane Chance“ für die Entwicklung der City West.
Bebauungsplan sichert Verkehrsfläche
Mit dem neuen Bebauungsplan wird der Hardenbergplatz als Verkehrsknotenpunkt zementiert. Der Senat betont, dass der Platz als „Entree der City West“ erhalten bleibe. Doch viele Bürger und Stadtplaner hatten sich eine Umgestaltung mit mehr Aufenthaltsqualität gewünscht. Stattdessen dominieren weiterhin Busse, Taxis und Autos das Areal.
Kritik aus der Opposition
Die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus übt scharfe Kritik. „Der Senat verspielt die Chance, aus dem Hardenbergplatz einen echten Stadteingang zu machen“, so ein Sprecher der Fraktion. Man habe sich mehr Grünflächen, Fußgängerzonen und eine bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr erhofft. Der Beschluss sei ein Rückschritt für die Stadtentwicklung.
Bürgerinitiative enttäuscht
Auch die Bürgerinitiative „Zukunft für den Hardenbergplatz“ zeigt sich enttäuscht. „Wir haben jahrelang für eine Umgestaltung gekämpft. Jetzt bleibt alles beim Alten“, sagte ein Mitglied. Die Initiative hatte unter anderem eine Reduzierung des Autoverkehrs und mehr Platz für Fußgänger gefordert. Der Senat habe diese Vorschläge ignoriert.
Hintergrund: Hardenbergplatz als Verkehrsknoten
Der Hardenbergplatz ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Berlins. Täglich nutzen tausende Pendler und Touristen den Bahnhof Zoo und die umliegenden Haltestellen. Der Senat argumentiert, dass die Verkehrsfunktion oberste Priorität habe. Eine Umgestaltung sei daher nicht möglich, ohne den Verkehrsfluss zu beeinträchtigen.
Ausblick: Keine Änderungen in Sicht
Mit dem Beschluss des Bebauungsplans ist eine Umgestaltung des Hardenbergplatzes auf absehbare Zeit ausgeschlossen. Der Senat plant lediglich kleinere Anpassungen, wie die Neugestaltung von Haltestellen. Eine grundlegende Neugestaltung, wie von vielen gefordert, bleibt jedoch aus. Die City West verliert damit eine einmalige Chance, den Stadteingang attraktiver zu gestalten.



