Fifa-Präsident Infantino droht Gegenkandidatur bei Wahl 2027
Infantino droht Gegenkandidatur bei Fifa-Wahl 2027

Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) muss sich womöglich erstmals seit seinem Amtsantritt einem ernsthaften Gegenkandidaten stellen. Bei der nächsten Wahl im Jahr 2027, die seine laut Statuten letzte Amtszeit betrifft, zeichnet sich laut einem Bericht von „talkSPORT“ eine mögliche Herausforderung aus den Reihen der Uefa ab.

Hintergrund: Streit um Balogun-Skandal

Auslöser der wachsenden Opposition innerhalb der europäischen Verbände ist demnach der WM-Skandal um die aufgehobene Rotsperre gegen US-Stürmer Folarin Balogun. Dieser Vorfall habe die Fronten zwischen der Uefa und Infantino weiter verhärtet. Während Infantino bei den Wahlen 2019 und 2023 ohne Gegenkandidaten blieb, sollen nun mehrere Uefa-Mitgliedsverbände nach einem Herausforderer suchen.

Mögliche Kandidaten: Čeferin und Al-Khelaifi

Als am besten qualifizierter Bewerber gilt Uefa-Präsident Aleksander Čeferin (58). Allerdings will er laut „talkSPORT“ wohl weiterhin Uefa-Präsident bleiben und nicht direkt gegen Infantino antreten, trotz wiederholter Meinungsverschiedenheiten. Eine Alternative wäre PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi (52), der auch Vorsitzender der European Club Association (ECA) ist. Mehrere Uefa-Verbände, darunter Belgien und Polen, sollen seine Kandidatur unterstützen. Al-Khelaifi selbst hat jedoch bisher keine Ambitionen auf das Fifa-Amt geäußert und müsste erst überzeugt werden.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Weitere Optionen: Mioduski und Montagliani

Dem Bericht zufolge erwägen mehrere europäische Nationalverbände, Dariusz Mioduski zu unterstützen. Der Besitzer des polnischen Spitzenklubs Legia Warschau ist ebenfalls ECA-Vorstandsmitglied. Außerhalb Europas gilt CONCACAF-Präsident Victor Montagliani als möglicher Nachfolger. Sein Umfeld betont jedoch, dass sein Fokus aktuell auf der Wiederwahl zum CONCACAF-Präsidenten liegt.

Herausforderungen für die Uefa

Trotz der Bestrebungen, einen Gegenkandidaten zu finden, könnte es für die Uefa schwierig werden, außerhalb Europas Unterstützung zu gewinnen. Viele Verbände aus Südamerika, Asien und Afrika haben Infantino bereits ihre Unterstützung zugesagt. Dennoch zeichnet sich ab, dass die Wahl für den Schweizer diesmal nicht so einfach wird wie bei den vorherigen Abstimmungen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration