Klopp als Bundestrainer: „Ich mache das nicht für mich“
Klopp: „Ich mache das nicht für mich“ als Bundestrainer

Jürgen Klopp hat seine erste Ansprache als neuer Bundestrainer gehalten und dabei ein klares Statement abgegeben. „Ich mache das nicht für mich“, sagte der 58-Jährige am Freitag bei seiner Vorstellung in Frankfurt. Der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool betonte, dass er den Job nicht aus persönlichen Gründen angenommen habe, sondern um der Mannschaft und dem deutschen Fußball zu dienen.

Klopp übernimmt nach Nagelsmann

Klopp tritt die Nachfolge von Julian Nagelsmann an, der nach der Europameisterschaft 2024 zurückgetreten war. Nagelsmann hatte zuvor mit einer pikanten Frage konfrontiert, ob er um seinen Job fürchte. Der 36-Jährige reagierte gelassen, doch die Spekulationen um seine Zukunft hatten bereits Wochen vor der EM begonnen. Nun ist Klopp der neue starke Mann an der Seitenlinie.

„Ich habe in den letzten Wochen viele Gespräche geführt, mit dem DFB, mit Spielern und mit meiner Familie. Es war keine leichte Entscheidung, aber ich bin überzeugt, dass wir hier etwas Großes aufbauen können“, so Klopp weiter. Der 58-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis zur Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko.

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Erste Aufgaben und Ziele

Klopps erste Aufgabe wird die Qualifikation zur WM 2026 sein. Die deutsche Mannschaft trifft in der Gruppe auf starke Gegner. Der Bundestrainer zeigte sich zuversichtlich: „Wir haben eine junge, talentierte Mannschaft. Ich will ihr ein Gesicht geben, das für Leidenschaft, Kampf und Spielfreude steht.“

Laut DFB-Angaben soll Klopp auch die Nachwuchsarbeit reformieren. „Wir müssen die Talente besser fördern und ihnen eine klare Perspektive bieten“, erklärte der 58-Jährige. Dabei setzt er auf enge Zusammenarbeit mit den Bundesliga-Vereinen.

Reaktionen aus der Fußballwelt

Die Verpflichtung von Klopp sorgt für große Begeisterung. Lothar Matthäus, Rekordnationalspieler, sagte: „Das erwarte ich von Klopp. Er ist der Richtige, um diese Mannschaft zu führen.“ Matthäus hatte Klopp zuvor als „Kandidat Nummer 1“ bezeichnet. Auch andere Experten lobten die Entscheidung des DFB.

Kritik gab es hingegen von einigen Fans, die sich eine Verjüngung des Kaders wünschen. Klopp entgegnete: „Ich werde nicht alles über den Haufen werfen. Aber wo Veränderungen nötig sind, werde ich sie vornehmen.“

Klopps erste Worte im Detail

In seiner Rede betonte Klopp mehrfach, dass es ihm nicht um die eigene Karriere gehe. „Ich mache das nicht für mich, sondern für die Spieler, das Team und die Fans. Wir wollen wieder Titel gewinnen und eine Einheit bilden.“ Er erinnerte an seine erfolgreiche Zeit in Liverpool, wo er 2019 die Champions League gewann. „Aber das ist Vergangenheit. Jetzt zählt nur die Zukunft mit der Nationalmannschaft.“

Klopp plant, das Training intensiver zu gestalten und die Spieler mental zu stärken. „Wir werden hart arbeiten, aber auch Spaß haben. Das ist meine Philosophie.“

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