Onlinepetition: 20.000 fordern Hape Kerkeling als Bundespräsident
20.000 fordern Hape Kerkeling als Bundespräsident

20.000 Unterschriften für Hape Kerkeling als Bundespräsidenten

Im kommenden Jahr steht in Deutschland die Wahl eines neuen Bundespräsidenten an. Eine überraschende Kandidatur sorgt nun für Aufsehen: Der Komiker Hape Kerkeling soll das höchste Staatsamt übernehmen. Eine Onlinepetition auf der Plattform der Kampagnenorganisation Campact hat bereits mehr als 20.000 Unterstützer gefunden. Der Aufruf richtet sich an die Fraktionsführungen von Union, SPD, Grünen und Linken im Bundestag und fordert, Hans-Peter Kerkeling als gemeinsamen, überparteilichen Kandidaten für die Wahl am 30. Januar 2027 zu nominieren.

Bewegende Rede in Buchenwald als Auslöser

Die Petition begründet die Nominierung mit Kerkelings beeindruckender Rede zum Gedenken an die Befreiung des NS-Konzentrationslagers Buchenwald. Darin erinnerte er an die Leidenszeit seines Großvaters Hermann Kerkeling, der drei Jahre in Buchenwald inhaftiert war, weil er nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten Flugblätter gegen Adolf Hitler verteilt hatte. Kerkeling betonte, dass die Demokratie tägliche Pflege und eine lebendige Erinnerungskultur benötige. „Nie wieder“ müsse der tägliche Kompass sein, forderte er. Die Rede hinterließ bei vielen Zuhörern einen tiefen Eindruck und gilt als Auslöser für die Petition.

Kerkelings ironische Reaktion

Der amtierende Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird nach zehn Jahren im Amt 2027 abtreten. Die Bundesversammlung, bestehend aus Bundestagsabgeordneten und Länderdelegierten, wählt den Nachfolger. Die schwarz-rote Koalition will sich erst im Herbst auf einen Kandidaten festlegen. Auf die Petition angesprochen, äußerte sich Kerkeling in einem Interview mit Stern TV: „Ich muss Ihnen ehrlich sagen, nach all dem, was in der Welt passiert und wer so an der Spitze von Nationen steht – ich schließe nichts mehr aus.“ Sein Unterton war jedoch deutlich ironisch, und er scheint die Idee eher mit Humor zu nehmen.

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Einfluss von Onlinepetitionen

Obwohl die Petition eine beachtliche Anzahl von Unterschriften gesammelt hat, bleibt fraglich, ob sie tatsächlich politische Entscheidungen beeinflussen kann. Onlinepetitionen haben in der Regel wenig Einfluss auf die Auswahl der Bundespräsidentenkandidaten, die in Hinterzimmern der Parteien ausgehandelt wird. Dennoch zeigt die breite Unterstützung, dass Kerkeling als Persönlichkeit geschätzt wird, die für gesellschaftlichen Zusammenhalt steht. Die Diskussion um seine mögliche Kandidatur hat jedenfalls eine lebhafte Debatte über die Anforderungen an das höchste Staatsamt ausgelöst.

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