Bas fordert Einbeziehung von Beamten in die Rentenversicherung
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat sich dafür ausgesprochen, Beamtinnen und Beamte langfristig in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. Bei einer Veranstaltung der „Rheinischen Post“ in Düsseldorf betonte die SPD-Vorsitzende: „Wir brauchen ein gemeinsames System, wenn man eine große Reform haben will. Wenn alle einzahlen, dann hätten wir mehr im Topf und der Staat muss nicht so viel zuzahlen.“
Bas räumte ein, dass dies ein langer Weg sei, doch erste Schritte könnten bereits bei der geplanten Rentenreform unternommen werden. „Alle Bundesländer müssen dabei mitmachen“, sagte sie und verwies auf die Notwendigkeit von Gesprächen mit den Ministerpräsidenten.
Offen für höheres Renteneintrittsalter
Die Ministerin zeigte sich auch offen für eine Anhebung des Renteneintrittsalters über 67 Jahre hinaus nach 2031. Allerdings müsse es für diejenigen, die nicht so lange arbeiten könnten, spezielle Lösungen geben. Eine Möglichkeit sei, das Renteneintrittsalter zumindest teilweise an die Zahl der Beitragsjahre zu koppeln.
Scharfe Kritik vom Beamtenbund
Der Deutsche Beamtenbund übte scharfe Kritik an Bas' Forderung. Bundesvorsitzender Volker Geyer sprach von „populistischen Forderungen“ und warf der Ministerin vor, gezielt Vorurteile gegen Beamtinnen und Beamte zu schüren und gefühlte Ungerechtigkeiten zu instrumentalisieren. Eine Einbeziehung würde die öffentlichen Haushalte enorm belasten.
Das gesetzliche Rentensystem steht vor großen Herausforderungen: Immer mehr Rentner stehen immer weniger Beitragszahlern gegenüber, und die Rentenbezugsdauer steigt. Die Bundesregierung plant daher eine grundlegende Reform, die auf den Empfehlungen einer Kommission basieren soll, die am 29. Juni vorgestellt werden.



