In Nordrhein-Westfalen hat die Polizei am Morgen einen Großeinsatz gegen eine Betrügerbande durchgeführt, die sich als Polizisten oder Bankmitarbeiter ausgegeben haben soll. Wie die Staatsanwaltschaft und die Polizei in Mönchengladbach mitteilten, waren mehr als 300 Einsatzkräfte von Kriminalpolizei, Bereitschaftspolizei und Spezialeinheiten beteiligt. Der Einsatz begann um 6 Uhr und umfasste Durchsuchungen von Wohn- und Gewerbeobjekten in Köln, Neuss, Dormagen, Aachen und Viersen.
Razzia gegen falsche Polizisten
Die Beamten gingen gegen eine international und überregional agierende Bande vor, die mit einer perfiden Masche Hunderttausende Euro erbeutet haben soll. Nach Angaben der Ermittler beläuft sich der entstandene Schaden auf mindestens 500.000 Euro. Bereits nach einer Stunde war der Einsatz weitgehend beendet, wie eine Polizeisprecherin erklärte. Es habe mehrere Festnahmen gegeben.
Hintergrund der Betrugsmasche
Die Täter gaben sich am Telefon als Polizisten oder Bankangestellte aus und brachten ihre Opfer dazu, Geld oder Wertsachen zu übergeben. Diese Art von Betrug, bekannt als Schockanrufe oder falsche Polizeibeamte, hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Polizei warnt immer wieder vor dieser Masche und rät, bei verdächtigen Anrufen sofort die 110 zu wählen.
Weitere Details zu den Festgenommenen und den genauen Tatvorwürfen wollen die Ermittler im Laufe des Tages bekannt geben. Die Aktion zeigt, wie ernst die Behörden das Problem der Telefonbetrügereien nehmen und mit welchem Aufwand sie dagegen vorgehen.



