KI-Überwachung: Spranger nennt weitere Orte in Berlin
KI-Überwachung: Spranger nennt weitere Orte

Die Berliner Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hat weitere mögliche Standorte für den geplanten Test von KI-gestützter Videoüberwachung genannt. Demnach könnte die Technologie auch am Jüdischen Museum Berlin zum Einsatz kommen. Das Museum habe großes Interesse an der neuen Überwachungsform bekundet, erklärte Spranger im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Bereits jetzt wird das Museum durch zahlreiche Polizeikräfte geschützt.

Geplante Einsatzorte der KI-Kameras

Bislang war der Test der Videoüberwachung mit Künstlicher Intelligenz für das Rote Rathaus und die benachbarte Senatsinnenverwaltung in Berlin-Mitte vorgesehen. Hinzu kommen der Kottbusser Tor in Kreuzberg und die Warschauer Brücke in Friedrichshain, wo es eine Häufung von Kriminalität gibt. Die Auswahl der Firma für die technische Umsetzung soll im Herbst erfolgen, so Spranger.

Funktionsweise der KI-Überwachung

Die Künstliche Intelligenz soll anhand von Bewegungsmustern der Menschen erkennen, ob ungewöhnliche Vorfälle oder Gefahren drohen. Personen werden nicht mit Gesichtern oder biometrischen Merkmalen erfasst, sondern als Strichfiguren dargestellt. Bei Auffälligkeiten wie Schlägereien oder bewaffneten Personen alarmiert das System das Wachpersonal an den Bildschirmen, das dann die Polizei einschaltet. Ziel ist es, Straftaten zu verhindern, die Aufklärung zu verbessern und Wachpersonal einzusparen.

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Kritik und Bedenken

Innensenatorin Spranger betonte, sie nehme alle Ängste und Bedenken ernst. Ein flächendeckender Einsatz in der Stadt sei ausgeschlossen. Dennoch gibt es scharfe Kritik, insbesondere von den Grünen und der Linken. Sie befürchten ein Gefühl der Überwachung und eine Kontrolle des Verhaltens. Zudem sei die Technik an belebten Plätzen wenig effektiv. Ein Vertreter des Chaos Computer Clubs wies bei einer Anhörung auf viele falsche Alarmmeldungen hin, die die Technik produziere. Er warnte davor, dass die Entwicklerfirmen auch Diktaturen wie China beliefern und nannte das Vorhaben ein „teures, aber gefährliches Sicherheitstheater ohne Nutzen“. Andere Städte setzen solche Systeme bereits ein.

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