RTL/ntv-Trendbarometer: Merz überzeugt kaum die eigenen Anhänger
Merz überzeugt kaum die eigenen Anhänger

Umfragewerte der Union stabil, aber schwach

Die Sommerpause beginnt für die Union mit einer politischen Krise: Nach dem Rücktritt von Fraktionschef Jens Spahn wegen einer Leihmutter-Debatte müssen CDU und CSU nun eine neue Führung wählen. Die Umfragewerte bleiben jedoch konstant – wenn auch auf niedrigem Niveau. Im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer erreichen CDU/CSU nur 22 Prozent Zustimmung, ein Minus von 6,5 Prozentpunkten im Vergleich zur Bundestagswahl 2025. Die AfD führt weiterhin mit 26 Prozent, unverändert zur Vorwoche.

Wahlumfrage: AfD vorn, Grüne und SPD legen zu

Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die AfD auf 26 Prozent (Bundestagswahl 2025: 20,8 Prozent), die Union auf 22 Prozent (28,5 Prozent), die Grünen auf 16 Prozent (11,6 Prozent), die SPD auf 12 Prozent (16,4 Prozent), die Linke auf 12 Prozent (8,8 Prozent), die FDP auf 4 Prozent (4,3 Prozent) und das BSW unter 3 Prozent (4,98 Prozent). Sonstige Parteien würden 8 Prozent erhalten. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt bei 27 Prozent, deutlich über den 17,9 Prozent bei der letzten Wahl.

Politische Kompetenz: Union und AfD gleichauf

Bei der Frage nach der politischen Kompetenz, welche Partei mit den Problemen Deutschlands am besten fertig werde, nennen jeweils 12 Prozent die CDU/CSU und die AfD. Die Grünen erhalten 7 Prozent, SPD und Linke jeweils 6 Prozent, sonstige Parteien 2 Prozent. 55 Prozent der Befragten halten keine Partei für kompetent. Die Union verliert hier einen Punkt, die AfD gewinnt einen verlorenen Punkt zurück.

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Merz-Zufriedenheit: Nur 14 Prozent der Deutschen zufrieden

Mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz sind nur 14 Prozent der Deutschen zufrieden, 85 Prozent sind unzufrieden – unverändert zur Vorwoche. Selbst unter Unionsanhängern zeigt sich nur knapp die Hälfte zufrieden: 49 Prozent sind zufrieden, 49 Prozent unzufrieden, 2 Prozent unentschlossen. Dies unterstreicht die schwache Rückendeckung für den Kanzler in der eigenen Anhängerschaft.

Koalition mit AfD: Mehrheit lehnt ab, Osten gespalten

Eine Mehrheit von 58 Prozent der Bundesbürger hält es für richtig, dass alle anderen Parteien Koalitionen mit der AfD ausschließen. 39 Prozent befürworten künftige Regierungskoalitionen mit der AfD. Im Westen spricht sich eine deutliche Mehrheit gegen AfD-Koalitionen aus, im Osten ist eine knappe Mehrheit dafür. 91 Prozent der AfD-Anhänger wünschen sich Koalitionen mit ihrer Partei, während Anhänger aller anderen Bundestagsparteien dies mehrheitlich ablehnen. Im Sommer 2023 waren noch 73 Prozent gegen AfD-Koalitionen, 22 Prozent dafür.

Wichtigste Themen: Koalitionsarbeit und Nahost-Konflikt

Für die Deutschen ist die Arbeit der Koalition mit 38 Prozent das wichtigste Thema, gefolgt vom Konflikt im Nahen Osten (27 Prozent), der ökonomischen Lage (20 Prozent), dem Krieg in der Ukraine (19 Prozent) und der Fußball-WM (16 Prozent). Die Reform der gesetzlichen Krankenkassen nennen 14 Prozent, Umwelt und Klima 11 Prozent, die Situation in den USA 10 Prozent. Die Daten basieren auf einer repräsentativen Forsa-Umfrage unter 2502 Befragten vom 14. bis 20. Juli, mit einer statistischen Fehlertoleranz von plus/minus 2,5 Prozentpunkten.

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