Scholz verteidigt Merkel gegen Merz-Kritik
Scholz verteidigt Merkel gegen Merz-Kritik

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gegen die Kritik von Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz in Schutz genommen. Merz hatte das Erscheinungsbild der Bundesregierung als "grottenschlecht" bezeichnet und Merkel Führungsschwäche und Untätigkeit vorgeworfen.

Scholz bezeichnete die Äußerungen in der "Süddeutschen Zeitung" als "unangemessen". "Und es spricht nicht für jemanden, wenn einfach faktenfrei rumgepöbelt wird", so der Vizekanzler.

Zuvor hatte bereits Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) Merkel verteidigt. Es sei offensichtlich, "dass es hier eher darum geht, alte Rechnungen zu begleichen", sagte Günther im ZDF. Die Forderung nach einem vorzeitigen Ende von Merkels Amtszeit sei eine "Debatte, die von älteren Männern geführt wird, die vielleicht nicht ihre Karriereziele in ihrem Leben erreicht haben".

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Scholz wollte die Personaldebatte in der Union nicht bewerten. "Wir haben uns sehr gefreut, dass die Union sich nicht ununterbrochen in unsere inneren Angelegenheiten eingemischt hat", sagte er. "Das werden wir mit fairer Münze zurückzahlen."

Mit Blick auf die SPD betonte der Kandidat für den Parteivorsitz: "In gut vier Wochen ist die Führungsfrage in der SPD geklärt." Im Rennen um den Vorsitz sind noch zwei Duos übrig: Olaf Scholz und Klara Geywitz gegen Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken.

Scholz bekräftigte sein Ziel, die SPD in eine Regierung ohne Union zu führen. "Deutschland braucht eine Regierung ohne CDU und CSU", sagte er. "Man merkt doch, wie die Union wie Mehltau über der Republik liegt." Wenn die SPD zusammenhalte, habe sie alle Chancen im Bund.

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