Stuttgart 21: Eröffnung erst Ende 2031 – erneute Verzögerung
Stuttgart 21: Eröffnung erst Ende 2031

Das Großprojekt Stuttgart 21 wird sich erneut verzögern. Nach Informationen des SPIEGEL aus Konzernkreisen wird der neue Durchgangsbahnhof frühestens im Dezember 2031 in Betrieb gehen. Dies bestätigten mehrere mit dem Projekt vertraute Personen. Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ darüber berichtet.

Erneute Verschiebung der Inbetriebnahme

Ursprünglich sollte Stuttgart 21 bereits im Jahr 2019 eröffnet werden. Der Bau begann 2010. Im November 2025 wurde bekannt, dass die für Ende 2026 geplante Teileröffnung des neuen Tiefbahnhofs nicht zu halten sei. Als Grund nannte die Deutsche Bahn Probleme bei der Digitalisierung der Leit- und Sicherungstechnik.

Offizielle Stellungnahme der Bahn

Die Deutsche Bahn wollte die abermalige Verschiebung offiziell nicht bestätigen. Ein Bahnsprecher teilte der Nachrichtenagentur dpa lediglich mit, dass man Ende Juni über das neue Konzept zur Inbetriebnahme informieren werde. Am 26. Juni findet eine Sitzung des Stuttgart-21-Lenkungskreises statt, bei der die weiteren Schritte besprochen werden sollen.

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Hintergrund des Projekts

Stuttgart 21 ist eines der größten und umstrittensten Bahnprojekte Deutschlands. Es sieht den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs von einem Kopfbahnhof in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof vor. Die Kosten sind von ursprünglich 4,5 Milliarden Euro auf inzwischen über 11 Milliarden Euro gestiegen. Kritiker bemängeln neben den Kosten auch die langen Bauzeiten und die ökologischen Auswirkungen.

Ausblick und nächste Schritte

Mit der nun bekannt gewordenen Verschiebung auf Dezember 2031 wird die Fertigstellung des Projekts voraussichtlich mehr als 20 Jahre nach Baubeginn erfolgen. Die Bahn steht unter Druck, die weiteren Verzögerungen zu erklären und einen realistischen Fahrplan vorzulegen. Der Lenkungskreis wird voraussichtlich über Maßnahmen zur Beschleunigung der Bauarbeiten und zur Kostenkontrolle beraten.

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