Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) will künftig regelmäßig persönliche Bürgersprechstunden anbieten. Ab September können Bürgerinnen und Bürger Termine mit ihm vereinbaren. Das kündigte Voigt der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt an. „Jeder hat die Möglichkeit, einen Termin zu bekommen“, sagte er. Das Format orientiere sich an einem Modell aus Südtirol, das dort seit einiger Zeit praktiziert werde.
Start am 22. September in Arnstadt
Die erste Sprechstunde ist für den 22. September in Arnstadt geplant, so Voigt. Eine weitere sei in Gera vorgesehen. Künftig will der Regierungschef das Angebot einmal pro Quartal an wechselnden Orten im Freistaat machen. Dafür sollen öffentliche Räume genutzt werden. „Ich gehe dorthin, wo die Menschen leben und arbeiten“, betonte Voigt.
Der CDU-Politiker verspricht sich von dem neuen Format einen besseren Austausch mit der Bevölkerung. „Ich will zuhören und mich um die Themen kümmern, die für die Leute wichtig sind“, sagte er. Jedes Anliegen werde ernst genommen. „Keine Anfrage wird im Nichts enden. Es gibt stets eine Antwort“, versicherte Voigt.
Kreisbereisungen bleiben bestehen
Die regelmäßigen Tagesfahrten zu verschiedenen Stationen in einem Landkreis will der 49-Jährige beibehalten. „Das ist ein erfolgreiches Konzept, sich genauer mit der Situation in einer Region zu beschäftigen. Es ist intensiv und nahe dran“, erklärte er. Die sogenannten Kreisbereisungen haben bei Thüringer Ministerpräsidenten eine langjährige Tradition.
Mit den Bürgersprechstunden reagiert Voigt auf die wachsende Distanz zwischen Bürgern und Politikern. Das neue Angebot soll helfen, das Vertrauen in die Politik zu stärken und den direkten Dialog zu fördern.



