Woidke stellt Bedingungen für Expo-Bewerbung mit Berlin
Woidke fordert Mehrwert für Expo-Bewerbung mit Berlin

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat erstmals öffentlich Stellung zur geplanten gemeinsamen Bewerbung mit Berlin für die Weltausstellung Expo 2035 bezogen. In einem Exklusiv-Interview mit dem Tagesspiegel machte er deutlich, dass eine Teilnahme Brandenburgs an Bedingungen geknüpft sei.

Expo-Junktim aus Potsdam

Woidke sprach von einem klaren Junktim: „Eine Expo ist ein Milliardenprojekt. Wir wollen die Sicherheit, dass es am Ende einen Mehrwert für Brandenburg gibt – so wie das jedes Unternehmen auch macht.“ Der Regierungschef betonte, dass die Effekte für das Bundesland nach Abschluss aller Prüfungen die Kosten übersteigen müssten. Nur dann werde Brandenburg gemeinsam mit Berlin für die Weltausstellung 2035 in der Hauptstadtregion werben.

Reaktion auf Brandbrief der Wirtschaft

Die Äußerungen Woidkes kommen nicht zufällig. Sie sind auch eine Antwort auf einen Brandbrief der Brandenburger Wirtschaft, die sich für die Expo-Bewerbung starkmacht. Die Unternehmen sehen in der Weltausstellung eine große Chance für die gesamte Region. Woidke zeigte sich offen für das Anliegen, stellte aber klare Bedingungen: „Wir müssen sicherstellen, dass die Investitionen auch tatsächlich bei uns ankommen und nicht nur in Berlin bleiben.“

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Prüfungen laufen

Derzeit laufen noch umfangreiche Prüfungen zu den möglichen Kosten und Nutzen einer Expo. Woidke kündigte an, dass die Ergebnisse abgewartet werden müssten, bevor eine endgültige Entscheidung falle. Er verwies darauf, dass ähnliche Großprojekte in der Vergangenheit gezeigt hätten, wie wichtig eine sorgfältige Planung sei.

Politischer Schulterschluss mit Wegner

Die Verabredung mit dem Berliner Regierungschef Kai Wegner (CDU) steht nach Woidkes Worten, aber die konkrete Ausgestaltung müsse noch geklärt werden. Beide Länder arbeiten an einer gemeinsamen Bewerbung, die jedoch nur erfolgreich sein könne, wenn Brandenburg einen fairen Anteil erhalte. Woidke: „Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten, aber nicht um jeden Preis.“

Die Entscheidung über die Expo-Bewerbung wird frühestens im kommenden Jahr erwartet, wenn die Prüfergebnisse vorliegen. Bis dahin will Woidke die Diskussion mit der Wirtschaft und den Kommunen fortsetzen.

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