Die Berliner CDU lehnt das kostenlose Schulessen ab und plädiert für die Wiedereinführung eines moderaten Kostenbeitrags von bis zu zwei Euro pro Mittagessen. Dies erklärte CDU-Landesgeschäftsführer Dirk Reitze gegenüber der „Berliner Morgenpost“. Eine solche Maßnahme könnte der Hauptstadt mittelfristig Einsparungen von rund 92 Millionen Euro jährlich ermöglichen.
Fairness und gezielte Unterstützung
Reitze betonte, es sei eine Frage der Fairness, staatliche Leistungen dort zu konzentrieren, wo sie tatsächlich benötigt würden. Familien, die finanziell leistungsfähig seien, könnten einen angemessenen Eigenbeitrag leisten. Gleichzeitig sollten Familien mit geringem Einkommen weiterhin von Kosten für das Schulmittagessen befreit bleiben.
Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) sprach sich im „Tagesspiegel“ ebenfalls gegen das kostenlose Schulessen sowie gegen kostenlose Schülertickets aus. Auch CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers hatte das kostenlose Schulessen bereits infrage gestellt.
Wahlkampfthema Schulessen
Damit ist das Thema im Berliner Wahlkampf angekommen. Der bisherige Koalitionspartner SPD, insbesondere SPD-Fraktionschef Raed Saleh, hatte sich jahrelang für kostenlose Bildung inklusive kostenloses Schulessen eingesetzt. Die unterschiedlichen Positionen könnten den Wahlkampf weiter anheizen.



