Knapp drei Wochen nach seinem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 27 bei Hechingen hat sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß (51) erstmals öffentlich geäußert. In einem Interview mit der „Schwäbischen Zeitung“ spricht er über die schmerzhaften Folgen, schlaflose Nächte und seine tiefe Dankbarkeit, dem Tod nur knapp entronnen zu sein.
„Ich hatte einen großen Schutzengel“
„Ich hatte einen großen Schutzengel“, sagte Bareiß dem Blatt. Trotz mehrerer Rippenbrüche sei ihm Schlimmeres erspart geblieben. „Ich bin einfach ungemein dankbar und demütig, hier zu sein und dass es für alle Unfallbeteiligten glimpflich ausgegangen ist.“ An den Unfall selbst könne er sich nicht erinnern. Nur ein Bild sei geblieben: „Ich habe noch das Bild im Hinterkopf, wie ich kopfüber den Feuerwehrmann sehe, der mich aus dem Auto rausgezogen hat.“ Der Crash habe ihn tief erschüttert. „Das Leben kann manchmal schneller vorbei sein, als man es für möglich hält.“ Der Unfall habe dazu geführt, „die eine oder andere Priorität im Leben anders zu setzen“.
Schmerzhafte Folgen: Rippenbrüche und schlaflose Nächte
Besonders zu schaffen machen Bareiß die Rippenbrüche. „Jeder, der schon mit Rippenbrüchen zu tun hatte, weiß: Das ist eine enorm schmerzhafte Angelegenheit.“ An erholsamen Schlaf sei derzeit nicht zu denken. „Meine Nächte sind weniger vom Schlaf geprägt, mehr vom Hin-und-her-Wälzen und vom Versuch, eine einigermaßen aushaltbare Liegeposition zu finden.“ Selbst alltägliche Dinge seien zur Qual geworden: „Auch tagsüber: Alles, was den Rippen- und Brustbereich berührt – wie beispielsweise auch Lachen oder Husten –, ist sehr, sehr unangenehm.“
Dank an Rettungskräfte und Familie
Bareiß sprach den Rettungskräften und Ersthelfern seinen besonderen Dank aus. „Mir fallen nicht genug Worte des Dankes an die Rettungskräfte und Ersthelfer ein, die so schnell vor Ort waren und mit ihrem Einsatz geholfen haben.“ Ihren Einsatz werde er „nie vergessen“. Auch seiner Familie und dem Klinikpersonal in Tübingen dankte der CDU-Politiker. Seine Frau und seine Angehörigen hätten ihn in den ersten Tagen nach dem Unfall abgeschirmt und ihm die nötige Ruhe gegeben.
Blick nach vorn: Rückkehr nach Berlin geplant
Trotz der anhaltenden Schmerzen richtet Bareiß den Blick bereits nach vorn. Sein Ziel: Mit Beginn der Sitzungswochen im September wieder nach Berlin zurückzukehren. „Ich hoffe sehr, dass ich bis dahin wieder weitestgehend schmerzfrei bin.“ Allerdings hätten ihn die Ärzte darauf vorbereitet, dass es „immer wieder Rückschläge und Rückschritte geben kann“. Der Unfall auf der B27, bei dem neben Bareiß drei weitere Menschen verletzt wurden, hatte sich Anfang Juli ereignet.



