Klaus Finkelnburg, erster Präsident des Berliner Verfassungsgerichts, gestorben
Klaus Finkelnburg: Erster Verfassungsgerichtspräsident tot

Der frühere Präsident des Berliner Verfassungsgerichts, Klaus Finkelnburg, ist tot. Er starb bereits am Samstag im Alter von 91 Jahren nach langer Krankheit, wie der CDU-Landesverband unter Berufung auf seine Familie der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage mitteilte.

Juristische Laufbahn und politisches Engagement

Finkelnburg hatte in Bonn Rechtswissenschaften studiert, zog nach dem Mauerbau nach Berlin und promovierte an der Freien Universität (FU). Ab 1966 arbeitete er als Rechtsanwalt und war über mehrere Jahrzehnte Honorarprofessor an der FU. Der Jurist und Autor zahlreicher Fachwerke war entscheidend an der Ausgestaltung der neuen Berliner Verfassung in der Zeit nach der Wiedervereinigung beteiligt und ab 1992 als erster Präsident des neu gegründeten Berliner Verfassungsgerichts tätig.

Ehrenamtliches Wirken und Auszeichnungen

„Er hat dieses Amt bis zum Jahr 2000 wie alle Berliner Verfassungsrichterinnen und -richter ehrenamtlich ausgeübt und den Verfassungsgerichtshof in den Jahren nach der Wiedervereinigung maßgeblich geprägt“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU). Auch als Mitglied im Abgeordnetenhaus für die CDU von 1985 bis 1992 habe sich Finkelnburg stets für Berlin engagiert, die Stadt, die ihm zur Heimat geworden sei. Unter anderem übernahm er den ehrenamtlichen Vorsitz des Vereins für die Geschichte Berlins.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Im Jahr 2000 wurde ihm das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. 2008 wurde er zu einem der Stadtältesten Berlins ernannt.

Würdigung durch den Regierenden Bürgermeister

„Wir werden Professor Finkelnburg ein ehrendes Andenken bewahren. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und bei allen, die ihm nahestehen“, sagte Wegner.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration