Lothar Matthäus hat sich zur auffälligen Zurückhaltung des FC Bayern München in der Personalie Jürgen Klopp geäußert. Der Rekordnationalspieler sagte gegenüber BILD: „Eine Stellungnahme würde nur unnötig Unruhe geben.“ Damit erklärte Matthäus, warum der deutsche Rekordmeister bislang keine offizielle Position zum potenziellen neuen Bundestrainer bezogen hat.
Klopp als heißer Kandidat für den DFB-Posten
Seit Wochen wird spekuliert, dass Jürgen Klopp nach seinem Rücktritt bei Red Bull im Sommer 2026 die Nachfolge von Julian Nagelsmann als Bundestrainer antreten könnte. Matthäus betonte mehrfach, dass Klopp „Kandidat Nummer 1“ sei. In mehreren Videobeiträgen der BILD analysierte der 64-Jährige die Situation: „Klopp ist der Alleinherrscher“, so Matthäus, und verwies auf die besondere Rolle, die Klopp im deutschen Fußball einnehme.
Vertragliche Details und mögliche Gehaltsforderungen
Matthäus äußerte sich auch zu den finanziellen Aspekten einer möglichen Verpflichtung. Er habe gehört, was Klopp als DFB-Gehalt verlangen könnte, und sprach von deutlichen Worten: „Das erwarte ich von Klopp.“ Zudem forderte Matthäus, dass bestimmte Klauseln in den Vertrag aufgenommen werden müssten – etwa die Frage, ob Klopp als Bundestrainer weiterhin eine Red-Bull-Mütze tragen dürfe. „Das wäre ein Novum“, so Matthäus.
Bayerns Schweigen als strategischer Schachzug?
Die Münchner, die durch die Personalie Klopp direkt betroffen wären – immerhin war Klopp zuvor als Sportdirektor bei Red Bull tätig –, halten sich bedeckt. Matthäus sieht darin eine kluge Taktik: „Wenn Bayern jetzt etwas sagen würde, würde das nur unnötige Spekulationen anheizen. Das wäre kontraproduktiv.“ Stattdessen konzentriere sich der Verein auf die laufende Saison.
Matthäus‘ Vermutungen zur Torwartfrage
In einem weiteren Video spekulierte Matthäus darüber, wer unter Klopp die Nummer 1 im Tor sein könnte. Er fragte: „Wird ER Klopps Nummer 1 im Tor?“ und verwies auf eine Personalie, die „es noch nie gegeben“ habe. Konkrete Namen nannte er nicht, deutete aber an, dass Klopp möglicherweise auf einen jungen Torhüter setzen werde.
Kritik an Klopps bisherigem Verhalten
Nicht alle Äußerungen von Matthäus fielen positiv aus. So sprach er von einem „zweiten Fauxpas von Jürgen Klopp“ und kritisierte dessen Kommunikation im Vorfeld. Dennoch bleibt der 64-Jährige überzeugt: „Klopp ist der richtige Mann für den DFB.“ Die Entscheidung werde in den kommenden Wochen erwartet.



