Zum Internationalen Kindertag hat die Linke in Sachsen mehr Investitionen für eine bessere Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen gefordert. Die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel betonte die Bedeutung der frühkindlichen Bildung für die Entwicklung guter Perspektiven. Sie forderte eine zeitgemäße Finanzierung der Kindertagesstätten, die sowohl die Qualität verbessert als auch die Kommunen finanziell entlastet. Trotz sinkender Geburtenzahlen müssten Kindergärten in der Fläche erhalten bleiben, so Nagel.
Wahlalter senken für mehr Beteiligung
Die Linke sieht zudem dringenden Handlungsbedarf bei der politischen Teilhabe junger Menschen. Die Partei spricht sich dafür aus, das Wahlalter für Kommunal- und Landtagswahlen auf 16 Jahre zu senken. Dies würde Jugendlichen frühzeitig die Möglichkeit geben, ihre Interessen in der Gesellschaft zu vertreten und aktiv mitzugestalten. Nagel betonte, dass eine stärkere Einbindung junger Menschen in demokratische Prozesse essenziell für eine lebendige Demokratie sei.
Kita-Finanzierung als Schlüssel
Ein zentraler Punkt der Forderungen ist die Verbesserung der Kita-Finanzierung. Die Linke kritisiert, dass die aktuelle Finanzierung nicht ausreiche, um eine hohe Qualität der Betreuung und Bildung zu gewährleisten. Gerade in ländlichen Regionen bestehe die Gefahr, dass Einrichtungen geschlossen werden, wenn die Geburtenzahlen zurückgehen. Dies sei kontraproduktiv, da gute Kitas eine wichtige Infrastruktur für Familien darstellten und zur Chancengleichheit beitrügen.
Die Linke appelliert an die Landesregierung, die notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen, um Kitas zukunftsfähig zu machen. Dazu gehöre auch eine bessere Personalausstattung und eine angemessene Vergütung der Erzieherinnen und Erzieher. Nur so könne eine verlässliche Betreuung und frühkindliche Bildung gewährleistet werden.



