FDP-Parteitag: Kubicki triumphiert, aber Spaltung bleibt – Quoos analysiert
Kubicki gewinnt FDP-Vorsitz, Partei gespalten

Überraschungscoup und gespaltene Partei

Wolfgang Kubicki ist ein alter Fuchs, aber mit diesem Ergebnis hatte der neue FDP-Chef nicht gerechnet. Die völlig überraschende Gegenkandidatur von Marie-Agnes Strack-Zimmermann zerstörte seine Pläne, mit einer kleinen, aber geeinten FDP die Wiedergeburt der Liberalen anzugehen. Nun ist die Partei im Verhältnis 60:40 zerlegt, und beide Seiten zeigen wenig Bereitschaft zur Versöhnung. Strack-Zimmermann konterte: „Wolfgang weiß jetzt, dass es 60 zu 40 steht.“ Kubicki entgegnete: „Du hast nur 40 Prozent und jetzt weißt Du, wo der Hammer hängt.“

Keine Siegesfeier gemeinsam

Statt gemeinsam auf den Erfolg anzustoßen, verbrachte die Unterlegene den Parteitagsabend mit Vertrauten beim Italiener, während Kubicki die offizielle Party der Partei besuchte. Es ist ein schweres Handicap, wenn eine 4-Prozent-Partei gespalten in den politischen Überlebenskampf zieht. Die Demokratie lebt zwar von Alternativen, doch das Timing und die Vorgehensweise der Herausforderin waren extrem unklug.

Strack-Zimmermanns Geheimaktion

Die resolute Verteidigungsexpertin – Spitzname „Flak-Zimmermann“ – setzte auf einen Überraschungsangriff, der letztlich der ganzen Partei schadete. Eine rechtzeitige Kandidatur mit offenem Visier wäre der bessere Weg gewesen. Insider berichten, dass bis zur Ankündigung auf offener Bühne niemand von ihren Plänen wusste. Es war eine absolute Geheimaktion, die auch Delegierte überrumpelte, die ihr Stimmrecht übertragen hatten.

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Umfrage: FDP wieder bei 5 Prozent

Trotz des turbulenten Parteitags geht Kubickis Rechnung auf. Eine aktuelle Umfrage der Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung (GMS) sieht die Liberalen erstmals seit 2024 wieder bei fünf Prozent. Die AfD legt um drei Punkte zu und wird mit 27 Prozent stärkste Kraft, die Union verliert drei Punkte auf 23 Prozent. Die SPD stürzt von 16 auf 11 Prozent ab und liegt gleichauf mit der Linken. Die Grünen kommen auf 16, das BSW auf 2 Prozent.

Merz und Wüst: Harmonie in Meschede

Kanzler Friedrich Merz und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst trafen sich zur Klausurtagung in Meschede. Die heikle „Kanzler-Tausch“-Debatte wurde abgeräumt. Wüst lobte Merz’ Tatkraft und versprach volle Unterstützung. Die Botschaft: Kanzler-Krise? Alles Hirngespinste. Doch Quoos fürchtet, dass das Thema schneller zurückkommt, als manchem lieb ist.

Tierquälerei bei Wal „Timmy“

Ein dänischer Tierexperte verurteilt die Rettungsaktion für den toten Wal „Timmy“ als reine Tierquälerei. Walforscher Peter Teglberg Madsen sagte: „Das war ein krankes, entkräftetes Tier, das nicht gerettet werden konnte. Man hätte es in Frieden lassen sollen.“ Stattdessen wurde es tagelang in einer Metallkiste über das Meer geschafft, von Wellen hin- und hergeworfen und Motorenlärm ausgesetzt. Landesumweltminister Till Backhaus sollte diese Worte beherzigen.

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