Städtetag fordert Milliarden für Klimaanpassung gegen Hitze
Städtetag: Milliarden für Klimaanpassung nötig

Angesichts der nächsten Hitzewelle in Deutschland schlägt der Deutsche Städtetag Alarm und fordert Milliardeninvestitionen von Bund und Ländern für die Klimaanpassung. Hauptgeschäftsführer Christian Schuchardt betonte im Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), dass Klimaanpassung „existenziell für unsere Zukunft“ sei und für die Städte eine „Daueraufgabe für Jahrzehnte“ darstelle. „Unterm Strich reden wir da über Milliardensummen bundesweit, die investiert werden müssen“, so Schuchardt.

Städte fordern verlässliche Finanzierung

Städte und Kommunen könnten die Herausforderungen nicht allein stemmen, da die bisherigen Finanzstrukturen nicht ausreichten. „Deshalb ist klar: Wir müssen uns ganz grundsätzlich anschauen, wie die notwendigen Investitionen für Klimaschutz und Klimaanpassung organisiert werden“, sagte Schuchardt. Es gehe vor allem um Hitzevorsorgemaßnahmen wie Entsiegelung von Böden und mehr Grün in den Städten. „Bestehende Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene reichen für diese umfassende Umsetzung nicht aus“, kritisierte er.

Konkrete Maßnahmen gegen urbane Hitzeinseln

In deutschen Innenstädten sind schattige Plätze rar, wie Symbolbilder zeigen. Die Forderungen des Städtetags zielen darauf ab, urbane Hitzeinseln zu reduzieren. Dazu gehören neben Entsiegelung und Begrünung auch der Ausbau von Wasserflächen und Verschattungselementen. Die Kommunen fordern, dass die Umsetzung von kommunalen Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepten dauerhaft und planbar von Bund und Ländern mitfinanziert wird. Bisher seien die Programme oft zeitlich befristet und bürokratisch aufwendig.

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Daueraufgabe für Jahrzehnte

Schuchardt unterstrich, dass Klimaanpassung keine einmalige Investition sei, sondern eine kontinuierliche Aufgabe. Die Städte müssten sich auf häufigere und intensivere Hitzewellen einstellen, die durch den Klimawandel verursacht werden. Die geforderten Milliardensummen sollen nicht nur für kurzfristige Maßnahmen, sondern für langfristige Strategien eingesetzt werden. Der Städtetag appelliert an die Politik, die Finanzierung in den kommenden Haushalten fest zu verankern.

Bundesregierung in der Pflicht

Bislang gibt es keine Zusage von Bundesregierung oder Ländern, die zusätzlichen Mittel bereitzustellen. Der Städtetag verweist auf die Dringlichkeit: Ohne ausreichende Finanzierung drohten Städte bei künftigen Hitzewellen handlungsunfähig zu sein. Die Forderung kommt inmitten einer Hitzewelle, die Deutschland aktuell erfasst, und unterstreicht die Notwendigkeit schnellen Handelns.

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