Landesregierung: Keine Direktverbindung Berlin-Schwedt ab Dezember 2026
Keine Direktverbindung Berlin-Schwedt ab Dezember 2026

Brandenburgs Landesregierung hält an den Plänen fest, die direkte Zugverbindung zwischen Berlin und Schwedt abzuschaffen. Die aktuelle stündliche Direktverbindung – der RE3 – soll zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 eingestellt werden. Das teilte das Verkehrsministerium auf eine Kleine Anfrage der BSW-Fraktion im Brandenburger Landtag mit.

RE20-Verlängerung nicht finanzierbar

Die ausgelotete Option, den RE20 bis nach Schwedt zu verlängern, sei unter den bestehenden Rahmenbedingungen nicht finanzierbar, so das Ministerium. Der RE20 fährt bislang von Cottbus über den Hauptstadtflughafen BER zum Berliner Hauptbahnhof. Eine Verlängerung ab dem Berliner Hauptbahnhof hätte im ersten Fahrplanjahr rund 14 Millionen Euro gekostet.

Umstieg in Angermünde vorgesehen

Stattdessen sollen Pendler, Ausflügler und Urlauber nun in Angermünde vom bald dort endenden RE3 in die Regionalbahn RB61 nach Schwedt umsteigen. Die BSW-Fraktion wies jedoch darauf hin, dass diese Linie in den vergangenen Jahren wiederholt durch Qualitätsprobleme belastet war. Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) habe mit der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) intensive Gespräche geführt und gefordert, dass die NEB der Zuverlässigkeit der Linie RB61 zukünftig eine höhere Priorität beimisst. Das Ministerium erwarte aufgrund der Taktverdichtung und der veränderten Betriebsabläufe eine Verbesserung.

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