Die schleswig-holsteinische SPD hat in Rendsburg ein Programm-Camp gestartet, um sich auf die Landtagswahl im April 2027 vorzubereiten. Unter der Leitung von Spitzenkandidat Ulf Kämpfer erarbeiten rund 100 Parteimitglieder konkrete Forderungen zu zentralen Themen wie Kita, Wohnen, Gesundheit und Klimaschutz.
Kämpfer: Regierung muss Probleme lösen
Ulf Kämpfer, ehemaliger Kieler Oberbürgermeister und SPD-Landeschef, kritisierte die schwarz-grüne Koalition unter Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) scharf. „Schleswig-Holstein braucht wieder eine Landesregierung, die gestalten will, eine Regierung, die nicht nur Probleme beschreibt, sondern sie auch angeht und löst“, sagte Kämpfer. „Genau daran fehlt es der schwarz-grünen Koalition.“ Schwarz-Grün habe es sich bequem eingerichtet. „Statt dringend notwendiger Reformen gibt es Prüfaufträge. Statt Entscheidungen gibt es Ankündigungen.“
Nach Kämpfers Überzeugung ist der Alltag in Schleswig-Holstein unter der aktuellen Landesregierung teurer, unzuverlässiger und komplizierter geworden. „Wir wollen das Leben wieder einfacher, bezahlbarer und gerechter machen“, kündigte der Spitzenkandidat an.
SPD setzt auf konkrete Ideen statt langer Texte
Das Programm-Camp ist auf 100 Teilnehmer begrenzt und dauert einen Tag. In der Einladung hieß es: „Im Programm-Camp wollen wir keine Textwüsten produzieren, sondern ganz konkret herausarbeiten: Was sind die wichtigsten Ideen und Forderungen, die wir in den Mittelpunkt des Wahlkampfs stellen wollen? Je konkreter, desto besser.“ Geplant ist zudem eine gemeinsame Radtour nach Kiel am Abend.
Im Fokus stehen nach Angaben der SPD zentrale Zukunftsfragen: gute und verlässliche Kitas und Schulen, bezahlbares Wohnen, eine zuverlässige Gesundheitsversorgung, gute Arbeit, moderne Infrastruktur und Klimaschutz.
„Das neue Regierungsprogramm entsteht gemeinsam mit der Partei, getragen von den wertvollen Erfahrungen aus Kommunen, Ehrenamt, aus der Arbeitswelt und aus dem Alltag der Menschen“, teilte Kämpfer mit. „Wir suchen die besten Ideen, um unser Land nach vorn zu bringen.“



