Das Regionalbudget Südriss-Kesseltal wird auch im Jahr 2027 wieder Kleinprojekte in der Region fördern. Wie die Verantwortlichen mitteilen, stehen dafür erneut Mittel in Höhe von insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung. Einzelne Projekte können mit bis zu 10.000 Euro unterstützt werden. Anträge können ab sofort gestellt werden.
Was wird gefördert?
Gefördert werden Vorhaben, die zur Stärkung der ländlichen Entwicklung beitragen. Dazu zählen beispielsweise die Sanierung von Dorfgemeinschaftshäusern, die Anschaffung von Ausstattung für Vereine oder die Gestaltung von Dorfplätzen. Auch Projekte zur Nahversorgung oder zur Digitalisierung im ländlichen Raum sind förderfähig. Insbesondere kleinere Maßnahmen, die sonst keine Förderung erhalten würden, sollen profitieren.
Wer kann Anträge stellen?
Antragsberechtigt sind Vereine, Verbände, Gemeinden und Privatpersonen, die in der Region Südriss-Kesseltal ansässig sind. Die Region umfasst die Städte und Gemeinden im Landkreis Donau-Ries, die sich am Projekt beteiligen. Die Anträge müssen bis zum 31. März 2027 eingereicht werden. Die Entscheidung über die Vergabe der Mittel trifft ein lokales Gremium, das sich aus Vertretern der Kommunen und der Bürgerschaft zusammensetzt.
Erfolgsgeschichte seit 2020
Seit dem Start des Regionalbudgets im Jahr 2020 wurden bereits über 50 Projekte mit insgesamt rund 500.000 Euro unterstützt. Allein im vergangenen Jahr konnten 15 Projekte realisiert werden. „Das Regionalbudget ist ein wichtiger Baustein für die Attraktivität unserer Dörfer“, sagt Bürgermeister Hans Müller aus Nördlingen. „Viele Ideen, die sonst liegen geblieben wären, konnten damit umgesetzt werden.“
So funktioniert die Antragstellung
Interessierte können sich auf der Website der Region Südriss-Kesseltal informieren und die Antragsunterlagen herunterladen. Die Unterlagen müssen vollständig ausgefüllt und mit einem Finanzierungsplan versehen werden. Die Projekte müssen bis zum 30. November 2027 abgeschlossen sein. Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt nach Vorlage der Rechnungen.
Die Region Südriss-Kesseltal erhält die Mittel vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben im Rahmen des Programms „Leader“. Dieses Programm wird von der Europäischen Union und dem Freistaat Bayern kofinanziert. Das Regionalbudget ist Teil der Initiative, um die ländlichen Räume zukunftsfest zu machen.
Chancen für die Region
Die Förderung soll dazu beitragen, die Lebensqualität in den Dörfern zu erhalten und zu verbessern. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels sind solche Investitionen wichtig. Die Projekte sollen die Bürgerinnen und Bürger zusammenbringen und das Ehrenamt stärken. Auch die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen wird gefördert.
Die Verantwortlichen hoffen, dass sich auch 2027 wieder viele Initiativen bewerben. Die Erfahrung zeigt, dass die Nachfrage groß ist. Im letzten Jahr gab es mehr Anträge als Mittel zur Verfügung standen. Daher werden die Projekte nach festgelegten Kriterien priorisiert, etwa nach dem Nutzen für die Gemeinschaft und der Nachhaltigkeit.
Interessierte können sich auch persönlich beraten lassen. Die Geschäftsstelle der Region Südriss-Kesseltal bietet dazu Sprechstunden an. Termine können telefonisch oder per E-Mail vereinbart werden. Die Beratung ist kostenlos.
Mit dem Regionalbudget wird ein weiterer Beitrag zur Stärkung des ländlichen Raums geleistet. Die Region Südriss-Kesseltal zeigt damit, dass Engagement und Ideen vor Ort etwas bewirken können. Die Förderung ist ein Anreiz, sich für die Heimat einzusetzen.



