Stundenlang sprachen die Abgeordneten am Donnerstag im Bundestag nur über die Putin-Verehrung der AfD. Alice Weidels Rundumschlag gegen Schwarz-Rot hatte eine harte Demontage verdient. Die AfD-Chefin warf dem Kanzler „Kriegstreiberei“ vor und behauptete, er wolle Deutschland in den Ukraine-Krieg hineinziehen. Den alleinigen Hauptschuldigen am Krieg – Putin – erwähnte sie mit keinem Wort.
Spahn kontert treffend
Jens Spahn hatte vollkommen recht, als er Weidel vorwarf, „Putins Sprachrohr“ zu sein. Auch die anderen Redner von Union und SPD kritisierten die AfD scharf. Doch das Problem an ihren Repliken: Weidel hatte ihre Rede mit Problemen eröffnet, die die Bürger derzeit noch dringender beschäftigen: Job- und Konjunkturangst, Rekord-Insolvenzen, hohe Steuern und Energiekosten. Darüber sprachen die Abgeordneten von Union und SPD kaum noch.
Neue Strategie gefragt
Um die AfD kleinzukriegen, muss die Merz-Regierung sich auf zwei Dinge konzentrieren: die deutsche Wirtschaft wieder auf Vordermann bringen und die Ukraine viel konsequenter unterstützen – damit Putin den Krieg verliert und selbst für die AfD unattraktiv wird. Nur so kann die AfD nachhaltig geschwächt werden.
Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.



