Die CDU/CSU hat im aktuellen „Trendbarometer“ von RTL und ntv einen weiteren Prozentpunkt eingebüßt und liegt nun bei lediglich 21 Prozent. Dies ist der schlechteste Wert für die Unionsparteien seit Ende 2021. Die FDP hingegen konnte sich um einen Punkt auf fünf Prozent verbessern und darf nach ihrem Führungswechsel auf einen Wiedereinzug in den Bundestag hoffen.
AfD bleibt mit 27 Prozent stärkste Kraft
Die Werte der übrigen Parteien blieben weitgehend stabil. Die AfD führt mit 27 Prozent die Liste an, gefolgt von der Union mit 21 Prozent. Die Grünen kommen auf 15 Prozent, die SPD auf 12 Prozent und die Linke auf 11 Prozent. Eine schwarz-rote Koalition wäre mit diesen Werten weit von einer Mehrheit entfernt. Rechnerisch möglich wäre ein Bündnis aus CDU/CSU, Grünen und SPD. Eine Zusammenarbeit mit der AfD haben die übrigen Parteien ausgeschlossen, die Union zudem eine Kooperation mit der Linkspartei.
Zufriedenheit mit Merz bleibt niedrig
Die Zufriedenheit der Bevölkerung mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist laut der Umfrage weiterhin sehr gering. Nur 13 Prozent der Befragten äußerten sich zufrieden, während 85 Prozent unzufrieden waren.
Das Ranking der wichtigsten Politikerinnen und Politiker führt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) an. Auf den weiteren Plätzen folgen NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und der neue baden-württembergische Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne). Die Schlusslichter des Rankings sind Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), AfD-Chef Tino Chrupalla und auf dem letzten Platz Unions-Fraktionschef Jens Spahn (CDU).
Methodik der Umfrage
Für das „Trendbarometer“ befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 26. Mai bis zum 1. Juni insgesamt 2502 Wahlberechtigte. Ein Teil der Befragung fand vor dem FDP-Parteitag am Wochenende statt, ein Teil danach. Die statistische Fehlerquote wird mit schätzungsweise 2,5 Prozentpunkten angegeben.



