Strack-Zimmermann bietet Kubicki Zusammenarbeit an
Die FDP-Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat dem neugewählten Parteivorsitzenden Wolfgang Kubicki die Hand zur Zusammenarbeit ausgestreckt. „Den Schlagabtausch möchte ich beenden. Ich strecke die Hand zur Zusammenarbeit aus. Das habe ich auch direkt gesagt, weil ich so bin“, erklärte sie der Deutschen Presse-Agentur.
Auf dem FDP-Parteitag am Wochenende hatte sich Strack-Zimmermann kurzfristig dazu entschlossen, gegen Kubicki anzutreten, unterlag jedoch mit rund 39 Prozent gegen 59 Prozent der Delegiertenstimmen. Sie zeigte sich empört darüber, dass Kubicki und der neue Generalsekretär Martin Hagen eine „unsägliche Brandmauerdebatte“ führen würden.
Parteitag hinter sich lassen
„Wir müssen jetzt den Parteitag hinter uns lassen. Das erwartet auch jeder: dass Kubicki und ich vernünftig zusammenarbeiten. Das wird uns auch gelingen“, betonte Strack-Zimmermann. „Wichtig ist natürlich, dass die grundsätzliche Ausrichtung des Liberalismus nicht infrage gestellt wird.“ Sie wolle sich im weiteren Kurs der FDP auf zentrale Themen konzentrieren, darunter Bildung als Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft und die Entfesselung der Wirtschaft.
„Ich glaube, dass wir auch eine Chance hätten, wenn wir uns seriös damit beschäftigen würden, wie wir eigentlich mit Klimapolitik marktwirtschaftlich umgehen wollen“, fügte sie hinzu. Zwingend gehörten auch die Bürgerrechte zum Kern der Partei. Auch die Sicherheitsfrage – „wie schützen wir Europa?“ – sei ein großes Thema, da die Menschen die Bedeutung spürten.
In der Migrationsdebatte sieht Strack-Zimmermann derzeit keinen Schwerpunkt der FDP. „Wir brauchen Migration von qualifizierten Fachkräften. Dabei ist klar, dass sich Menschen, die zu uns kommen, an unsere Regeln halten müssen“, sagte sie. Es gehe darum, geltendes Recht durchzusetzen, bis hin zur Ausweisung.



