Sonntagsfrage: BSW kurz vor dem Einzug in den Bundestag?
BSW in Sonntagsfrage kurz vor Fünf-Prozent-Hürde

Die jüngste Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa zeigt eine bemerkenswerte Entwicklung: Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) liegt demnach bei 4,5 Prozent und steht damit kurz vor dem Einzug in den Bundestag. Die Umfrage, die im Auftrag der BILD-Zeitung durchgeführt wurde, zeigt, dass die neue Partei die Fünf-Prozent-Hürde möglicherweise bald überspringen könnte. „Das BSW ist auf dem besten Weg, sich dauerhaft im Parlament zu etablieren“, kommentierte ein Insa-Sprecher die Zahlen.

AfD weiterhin stärkste Kraft, Union verliert

Die AfD bleibt mit 22 Prozent in der Sonntagsfrage die stärkste politische Kraft, gefolgt von der Union (CDU/CSU) mit 21 Prozent. Die SPD kommt auf 16 Prozent, die Grünen auf 14 Prozent und die FDP auf 6 Prozent. Die Linke würde mit 4 Prozent den Wiedereinzug verpassen. Im Vergleich zur Vorwoche verliert die Union einen Prozentpunkt, während die AfD stabil bleibt. Das BSW legt um 0,5 Prozentpunkte zu und erreicht mit 4,5 Prozent den höchsten Wert seit seiner Gründung.

Wagenknecht profitiert von Unzufriedenheit mit Ampel

Politische Beobachter führen den Aufschwung des BSW auf die anhaltende Unzufriedenheit mit der Ampelkoalition zurück. „Viele Wähler, die früher die Linke oder die SPD gewählt haben, suchen eine Alternative, die sozialpolitisch klar positioniert ist und gleichzeitig migrationskritische Töne anschlägt“, analysiert Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Julia Müller. Das BSW vereine diese Elemente und profitiere zudem von der Bekanntheit seiner Vorsitzenden Sahra Wagenknecht.

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Fünf-Prozent-Hürde: Entscheidend für die Regierungsbildung

Sollte das BSW bei der nächsten Bundestagswahl die Fünf-Prozent-Hürde überspringen, könnte dies die Regierungsbildung deutlich erschweren. Aktuell wäre rechnerisch nur eine Koalition aus Union, SPD und Grünen möglich, die zusammen auf 51 Prozent käme. Ein Einzug des BSW würde die Mehrheitsverhältnisse weiter fragmentieren. „Die etablierten Parteien müssen sich darauf einstellen, dass das Parteiensystem vielfältiger wird“, so Müller.

Methodik der Umfrage

Die Sonntagsfrage wurde vom 22. bis 24. Juli 2026 unter 2.000 Wahlberechtigten telefonisch und online erhoben. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 2,5 Prozentpunkten. Weitere Details zu den Ergebnissen finden Sie in der BILD-Videografik.

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