Insa-Umfrage: FDP klettert wieder auf fünf Prozent
Insa-Umfrage: FDP klettert wieder auf fünf Prozent

Die FDP erreicht im wöchentlichen Insa-Sonntagstrend für die „Bild am Sonntag“ erstmals seit der Bundestagswahl im Februar 2025 wieder die Marke von fünf Prozent. Würden jetzt Wahlen zum Bundestag stattfinden, wären die Liberalen damit erneut im Parlament vertreten. Der Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde ist für die Partei von besonderer Bedeutung, da sie bei der vergangenen Wahl an eben dieser Hürde gescheitert war.

Auch andere Meinungsforschungsinstitute hatten der FDP zuletzt solide Werte bescheinigt: YouGov sah die Partei ebenfalls bei fünf Prozent, das Allensbach-Institut sogar bei 5,5 Prozent. Bei Insa lag der FDP-Wert zuletzt im Januar 2025 bei fünf Prozent. Zwischenzeitlich war die Partei nach dem Ende der Ampel-Koalition und der vorgezogenen Bundestagswahl im Februar 2025, bei der sie nur 4,3 Prozent der Stimmen erhielt, aus dem Bundestag geflogen. In einigen Umfragen rutschte sie in der Folge auf drei Prozent ab.

FDP unter neuer Führung wieder im Aufwind

Seit Ende Mai dieses Jahres wird die FDP von Wolfgang Kubicki geführt. Der Politiker übernahm die Partei in einer schwierigen Phase: Nach dem Bruch der Ampel-Koalition und dem Ausscheiden aus dem Bundestag musste die FDP um ihre politische Relevanz kämpfen. Nun zeichnet sich eine Stabilisierung ab – die aktuellen Umfragewerte lassen die Liberalen wieder auf eine realistische Chance auf den Wiedereinzug hoffen.

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Die Fünf-Prozent-Hürde ist für die FDP existenziell. Wer sie verfehlt, bleibt dem Bundestag fern – ein Schicksal, das die Partei im Februar 2025 selbst erfahren musste. Sollte sich der Aufwärtstrend verfestigen, könnte die FDP nicht nur wieder ins Parlament einziehen, sondern auch als möglicher Koalitionspartner an Bedeutung gewinnen. Derzeit ist offen, wie sich das Parteiensystem bis zur nächsten regulären Bundestagswahl entwickelt.

AfD bleibt stärkste Kraft – BSW scheitert an Hürde

Bei den anderen Parteien gibt es in der Insa-Umfrage keine Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche. Die AfD bleibt mit 28 Prozent die stärkste politische Kraft. CDU/CSU folgen mit 21 Prozent, die Grünen erreichen 14 Prozent, die SPD zwölf Prozent und die Linke elf Prozent. Das BSW stagniert bei vier Prozent und würde den Einzug in den Bundestag verpassen.

Besonders auffällig ist die Stabilität der AfD an der Spitze. Seit Monaten führt die Partei die Umfragen an, während Union und SPD deutlich dahinter liegen. Angesichts dieser Ausgangslage könnten kleinere Parteien wie die FDP künftig eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung spielen, sofern sie die Fünf-Prozent-Hürde überwinden.

So wurde die Umfrage erhoben

Für die Sonntagsfrage befragte Insa vom 27. bis zum 31. Juli insgesamt 1201 Personen. Die statistische Fehlertoleranz beträgt laut Institut plus/minus 2,9 Prozentpunkte. Die Daten sind nach eigenen Angaben repräsentativ. Der Sonntagstrend wird von Insa wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erstellt.

Bei der Einordnung der Ergebnisse ist jedoch Vorsicht geboten: Wahlumfragen bilden lediglich die Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung ab und sind keine Prognosen für die spätere Wahlentscheidung. Nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Entscheidungen der Wählerinnen und Wähler erschweren den Meinungsforschungsinstituten zudem die Gewichtung der Daten. Auch aus diesem Grund können die tatsächlichen Wahlergebnisse von den Umfragewerten abweichen.

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