Wolfgang Behrendt tot: Erster DDR-Olympiasieger im Boxen mit 90 Jahren gestorben
Wolfgang Behrendt: DDR-Olympiasieger mit 90 Jahren gestorben

Die Box-Welt trauert um Wolfgang Behrendt. Der erste Olympiasieger der DDR, der 1956 in Melbourne im Bantamgewicht Gold holte, verstarb im Alter von 90 Jahren. Dies wurde nun bekannt, nur gut eine Woche nach seinem Geburtstag am 22. Juni. Der Berliner lebte zuletzt zurückgezogen in Schöneweide.

Henry Maske würdigt den Verstorbenen

BILD erreichte den Olympiasieger und Weltmeister Henry Maske (62), der tief bewegt war. Maske äußerte sich: „Wolfgang Behrendt war ein sehr zurückhaltender, aufgeschlossener und angenehmer Mensch und ein sehr guter Boxer.“ Maske, selbst eine Box-Ikone, zeigte sich betroffen vom Tod des Wegbereiters.

Vom Boxring zur Fotografie und Musik

Nach dem aktiven Leistungssport arbeitete Behrendt als Sportfotograf in Berlin. Er nahm an zahlreichen Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften teil. Zudem beherrschte er die Kunst des Trompetenspiels, die ihn ebenfalls bekannt machte. Mit nur 20 Jahren wurde er Olympiasieger – ein Meilenstein für den DDR-Sport.

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Schwere persönliche Verluste

In den letzten Jahren musste Behrendt mehrere schwere Schicksalsschläge verkraften: 2016 starb seine langjährige Ehefrau Monika, 2022 sein Sohn Mario, der ebenfalls Boxer war, und im März dieses Jahres (2026) sein jüngster Sohn Heiko. Der Sportler zog sich zunehmend zurück.

Wolfgang Behrendt bleibt als erster Olympiasieger der DDR und als talentierter Fotograf und Musiker unvergessen. Sein Tod hinterlässt eine Lücke in der deutschen Boxgeschichte.

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