Die Entscheidung über die Zukunft von Fisnik Asllani rückt immer näher. Während seine Teamkollegen am Sonntag ins Trainingslager nach Seefeld in Tirol aufbrachen, blieb der 23-Jährige in Sinsheim zurück. Die TSG Hoffenheim hat über ihre offiziellen Kanäle bestätigt, dass der Angreifer nicht mit anreist.
Als Grund kommt nur ein Transfer in Frage. Nach BILD-Informationen steht ein Wechsel zu RB Leipzig kurz bevor. Die Gespräche zwischen den Clubs und der Spielerseite sind offenbar weit fortgeschritten, lediglich in den Gehaltsverhandlungen sind noch letzte Details offen. Eine Einigung könnte noch während des Trainingslagers in Österreich erfolgen.
Ausstiegsklausel bei 30 Millionen Euro
Der finanzielle Rahmen scheint klar definiert: In Asllanis Vertrag bei der TSG ist eine Ausstiegsklausel über 30 Millionen Euro verankert. Diese Klausel wurde von den Leipziger Verantwortlichen allerdings noch nicht aktiviert. Der Grund liegt in der aktuellen Kaderplanung bei RB Leipzig.
Auf der Position des Kosovaren stehen bei den Sachsen derzeit Romulo (24), Conrad Harder (21) und das Talent Samba Konaté (17) unter Vertrag. Erst wenn sich ein Abgang bei einem dieser drei Profis andeutet, wollen die Leipziger vollständig in die Offensive gehen. Bis dahin bleibt die Lage angespannt.
Dortmund und Barcelona hatten Interesse
Asllani hat in den vergangenen Wochen überregional Aufmerksamkeit erregt. Neben RB Leipzig sollen auch Borussia Dortmund und der FC Barcelona ihre Fühler nach dem Offensivspieler ausgestreckt haben. Am Ende deutet jedoch alles auf einen Wechsel nach Sachsen hin, wenn die Bedingungen erfüllt sind.
Bereits in den jüngsten Testspielen fehlte Asllani im Kader der Hoffenheimer. Die schnelle Entwicklung der Transferverhandlungen hatte dazu geführt, dass der Trainer auf den Angreifer verzichtete. Asllani gehörte in der vergangenen Saison zu den wichtigsten offensiven Kräften der Sinsheimer und war in mehreren Systemen einsetzbar.
Hoffenheim hat besten Ersatz geholt
Der Abschied wäre für den Bundesligisten zweifellos ein schwerer Verlust. Doch die Verantwortlichen haben frühzeitig gehandelt: Mit Nathan De Cat (17) und Patrick Wimmer (25) hat die TSG bereits zwei Neuzugänge an Land gezogen, die die Lücke schließen sollen. Damit ist die Kaderplanung der Hoffenheimer vier Wochen vor Ende des Transferfensters weitgehend abgeschlossen.
De Cat ist ein hochveranlagtes Talent, das langfristig aufgebaut werden soll. Wimmer hingegen bringt Erfahrung aus der Bundesliga mit und gilt als sofort einsetzbar. Diese Personalien zeigen, dass die sportliche Leitung der TSG auch mit einem Abschied von Asllani gerechnet hat und entsprechend reagiert hat.
Entscheidung in den kommenden Tagen
Die nächsten Tage dürften Klarheit bringen. Entscheidend ist, ob sich bei einem der drei Leipziger Offensivakteure ein Abgang konkretisiert. Sollte dies der Fall sein, könnte der Transfer von Asllani schnell über die Bühne gehen. Die Beteiligten haben die Gespräche bereits sehr weit vorangetrieben.
Für Asllani wäre der Wechsel zu RB Leipzig ein bedeutender Schritt in seiner Karriere. Er würde zu einem Club kommen, der sich regelmäßig für den internationalen Wettbewerb qualifiziert. Dort könnte er künftig eine zentrale Rolle in der Offensive übernehmen – auch wenn die interne Konkurrenz groß sein dürfte.
Die Fans der TSG Hoffenheim müssen sich unterdessen auf einen Abschied einstellen. Doch die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass die Kraichgauer auch große Abgänge kompensieren können. Die kommenden Tage werden zeigen, ob Asllani tatsächlich nach Leipzig wechselt oder doch noch einmal alle Pläne über den Haufen wirft.



