Bünning meldet sich: Video-Botschaft nach Hirnblutung
Bünning: Video-Botschaft nach Hirnblutung

Rund zwei Monate nach seiner lebensbedrohlichen Hirnblutung und einer Notoperation hat sich Fußballprofi Lars Bünning von Zweitligist Dynamo Dresden erstmals öffentlich an die Fans gewandt. In einer auf Instagram veröffentlichten Videobotschaft bedankte sich der 28-jährige Innenverteidiger bei allen Unterstützern und sprach offen über seine schwierige Zeit. „Die letzten Wochen waren die wahrscheinlich schwierigsten Wochen in meinem ganzen Leben bisher. Umso schöner war es für meine Familie und mich, zu sehen, dass ihr alle diesen Kampf zurück ins Leben mit mir gemeinsam führt“, sagte Bünning mit sichtlich bewegter Stimme.

Reha läuft gut – Rückkehr nach Dresden geplant

Der Defensivspieler, der im Sommer 2024 vom 1. FC Kaiserslautern nach Dresden gewechselt war, gab in der Videobotschaft auch Einblicke in seinen aktuellen Gesundheitszustand. „Meine Reha läuft sehr gut, ich mache jeden Tag Fortschritte und darf bald nach Dresden zurückkehren. Ich freue mich unfassbar darauf, euch alle im Stadion zu treffen und gemeinsam Dynamo-Siege feiern zu können“, erklärte er. Die Worte des Abwehrspielers sorgten nicht nur bei den Anhängern der Schwarz-Gelben für Gänsehaut, sondern auch in der gesamten Fußball-Community.

Die Mitteilung wurde am Samstag im Rahmen der Mannschaftspräsentation im Rudolf-Harbig-Stadion auf der großen Anzeigentafel abgespielt. Zahlreiche Fans hatten sich versammelt, um die neuen und alten Spieler zu sehen – doch der emotionale Höhepunkt war zweifellos Bünnings Botschaft. Vielen Anwesenden standen Tränen in den Augen, als der Verteidiger am Bildschirm erschien.

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Spontane Hirnblutung als Schockmoment

Der gesundheitliche Notfall hatte sich wenige Tage nach dem letzten Saisonspiel ereignet. Die Hirnblutung trat nach Vereinsangaben spontan und ohne äußere Einwirkung auf – ein Ereignis, das bei Dynamo Dresden tiefe Betroffenheit auslöste. Dresdens Sport-Geschäftsführer Sören Gonther sprach damals von einem „absoluten Schockmoment“, in dem der Fußball vollkommen in den Hintergrund gerate. „Wenn so etwas passiert, sind alle sportlichen Fragen zweitrangig“, hatte Gonther erklärt.

Dass Bünning nun selbst ein Lebenszeichen von sich gab, wertete der Klub als wichtigen Schritt auf seinem langen Weg der Genesung. Bereits seit Beginn der Vorbereitung zeigte die Mannschaft ihre Solidarität: Bei den Testspielen lief das Team mit Bünnings Konterfei und den Worten „Gemeinsam kämpfen!“ auf dem Trikotärmel auf. Diese Geste fand auch außerhalb Dresdens große Beachtung.

Emotionale Reaktionen aus der Fußballwelt

Die Videobotschaft löste nicht nur bei Dynamo-Fans große Emotionen aus. Auch Teamkollegen, Spieler anderer Klubs und prominente Weggefährten reagierten in den sozialen Netzwerken. Terrence Boyd, Stürmer von Waldhof Mannheim und ehemaliger Mitspieler Bünnings in Kaiserslautern, kommentierte auf Instagram: „Wir lieben Dich, Lars Bünning!“ Der Beitrag wurde tausendfach geliked und geteilt.

Im Rudolf-Harbig-Stadion war die Rührung ebenfalls greifbar. Dynamo-Kapitän Niklas Hauptmann wurde von der „Bild“-Zeitung mit den Worten zitiert: „Die Video-Botschaft von Lars war das Wichtigste heute. Das war wirklich sehr speziell und hat uns ein gutes Gefühl gegeben.“ Auch Trainer Thomas Stamm zeigte sich bewegt: „Es war wichtig, dass alle jetzt mal auf einen gewissen Stand mitgenommen worden sind. Wir wollten aber, dass die Familie mit Lars gemeinsam entscheidet, wann das ist.“

Langer Weg zurück ins Leben

Die medizinische Betreuung von Lars Bünning läuft nach Vereinsangaben weiterhin engmaschig. Heilungsprozesse nach einer Hirnblutung sind oft langwierig und erfordern viel Geduld. Dass der Innenverteidiger nun öffentlich von Fortschritten berichtet, macht Hoffnung – sowohl bei den Fans als auch im gesamten Verein. Die Rückkehr nach Dresden ist für Bünning das nächste wichtige Etappenziel, ehe irgendwann vielleicht auch wieder Fußballspiele auf dem Plan stehen könnten.

Auch die Mannschaft von Dynamo Dresden zieht aus der Videobotschaft sichtlich Kraft. Die gemeinsame Botschaft „Gemeinsam kämpfen!“ soll auch in den kommenden Wochen ein zentrales Motiv bleiben – sowohl auf dem Trikotärmel als auch in den Köpfen. Für Lars Bünning steht derweil die Gesundheit an erster Stelle; der Fußball wird warten, bis er vollständig bereit ist.

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