BVB-Poker um Kovac: Welche Bedingung er für eine Verlängerung stellt
Borussia Dortmund befindet sich offenbar in intensiven Verhandlungen mit Trainer Niko Kovac über eine Vertragsverlängerung. Der 52-jährige Kroate, der den BVB erst im Sommer 2024 übernommen hatte, soll laut Medienberichten eine klare Bedingung für seinen weiteren Verbleib an der Seitenlinie des Revierklubs stellen.
Die entscheidende Klausel
Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, fordert Kovac von der Dortmunder Vereinsführung weitreichende Zugeständnisse im Bereich der Kaderplanung. Konkret soll der Trainer ein Mitspracherecht bei Transfers verlangen, das über das übliche Maß hinausgeht. Kovac möchte demnach sicherstellen, dass er in den kommenden Transferfenstern die entscheidende Stimme bei der Verpflichtung neuer Spieler hat.
Diese Bedingung könnte zu Spannungen mit Sportdirektor Sebastian Kehl führen, der traditionell für die Transferpolitik des BVB verantwortlich zeichnet. Kovac soll jedoch argumentieren, dass nur so eine langfristig erfolgreiche Mannschaftsstruktur aufgebaut werden könne.
Aktuelle Vertragssituation
Der aktuelle Vertrag des ehemaligen Bayern-Trainers läuft noch bis zum 30. Juni 2026. Die Gespräche über eine vorzeitige Verlängerung haben jedoch bereits begonnen, da der Verein Kovac langfristig an sich binden möchte. Die Leistungen des Teams unter seiner Führung waren zuletzt wechselhaft, doch die Verantwortlichen sehen in ihm den richtigen Trainer für die Zukunft.
Insider berichten, dass Kovac auch über eine Anpassung seines Gehalts verhandelt. Der Kroate verdient derzeit schätzungsweise fünf Millionen Euro pro Jahr und strebt eine Aufstockung auf sieben Millionen Euro an. Die Vereinsführung zeigt sich grundsätzlich gesprächsbereit, möchte aber die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht überstrapazieren.
Reaktionen aus dem Umfeld
Im Umfeld des BVB werden die Forderungen Kovacs kontrovers diskutiert. Während einige Experten die Forderung nach mehr Einfluss als legitim betrachten, warnen andere vor einer zu großen Machtkonzentration auf den Trainerposten. Der ehemalige BVB-Spieler und heutige TV-Experte Matthias Sammer äußerte sich zurückhaltend: "Ein Trainer muss sich auf die sportliche Arbeit konzentrieren können. Aber die Kaderplanung ist eine Teamaufgabe, die nicht allein in einer Hand liegen sollte."
Die Entscheidung über Kovacs Zukunft wird in den kommenden Wochen erwartet. Der BVB möchte vor der neuen Saison Klarheit haben, um die Planungen für die Spielzeit 2025/26 vorantreiben zu können. Sollte Kovac seine Bedingungen nicht durchsetzen können, könnte dies zu einer vorzeitigen Trennung führen.



