Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat einen neuen Mitgliederrekord vermeldet. Mit 8,2 Millionen Mitgliedern übertrifft der Verband den bisherigen Höchststand von acht Millionen aus dem Vorjahr. Seit 2022 verzeichnet der DFB einen Zuwachs von insgesamt 1,1 Millionen Mitgliedern. Trotz dieses erfreulichen Wachstums sieht sich der Verband mit Herausforderungen konfrontiert, insbesondere im Amateurbereich.
Vereine an der Belastungsgrenze
„Viele Vereine stoßen bei Sportstätten, Trainingszeiten, Personal und Organisation an Grenzen“, erklärte DFB-Präsident Bernd Neuendorf. „Deshalb setzen wir uns gemeinsam mit unseren Landesverbänden unermüdlich dafür ein, dass die Rahmenbedingungen für den Amateurfußball verbessert werden.“ Die Zahl der Vereine sank leicht um 0,65 Prozent auf 23.713. Auch die Anzahl der aktiven Spieler ging erstmals seit Jahren zurück: 2,34 Millionen Spielerinnen und Spieler bedeuten einen Rückgang um 0,46 Prozent, was vor allem auf den Männerbereich zurückzuführen ist.
Mädchenfußball und Schiedsrichter legen zu
Positiv entwickelt sich der Mädchenfußball: Im vergangenen Jahr kamen 630 reine Mädchenmannschaften hinzu, insgesamt gibt es nun 6.662. Auch die Zahl der Schiedsrichter stieg im dritten Jahr in Folge. In der Saison 2025/2026 waren 62.333 Referees registriert, 1.307 mehr als im Vorjahr. Der DFB betont, dass diese Entwicklungen zeigen, dass der Fußball in Deutschland trotz struktureller Probleme weiterhin attraktiv bleibt.



