Eintracht: Hütter stoppt Baum-Wechsel, macht ihn zum Schlüsselspieler
Eintracht: Hütter baut auf Eigengewächs Baum

Eigentlich hatte sich Elias Baum schon auf einen Abschied eingestellt. Drei Klubs – der FC Augsburg, der Hamburger SV und Borussia Dortmund – zogen beim Eintracht-Talent an. Doch dann kam Adi Hütter. Der Rückkehrer-Trainer stoppte den Transfer und beförderte den Außenverteidiger zum Schlüsselspieler seiner Defensive. „Ich muss mich belohnen", sagt Baum selbstbewusst.

Die Nachricht schlug in Frankfurt hohe Wellen: Ausgerechnet ein Eigengewächs, das den Verein nach Jahren im Nachwuchs verlassen wollte, wird nun zum zentralen Baustein der neuen Saison. Hütter, der nach seiner ersten Amtszeit zurückgekehrt ist, erkennt in Baum ein Talent, das in sein System passt wie maßgeschneidert.

Drei Klubs wollten Elias Baum

Augsburg, Hamburg, Dortmund – die Liste der Interessenten war lang und prominent. Der FC Augsburg suchte Verstärkung für die Außenverteidigung, der Hamburger SV wollte sich für den Aufstiegskampf wappnen und Borussia Dortmund verfolgte den Außenverteidiger als Perspektivspieler. Alle drei Klubs hatten sich vor Wochen verbindlich gemeldet. Baum, der sich in der Vorsaison nicht durchsetzen konnte, zeigte sich offen für einen Wechsel.

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Doch dann übernahm Hütter. Der Coach machte Baum in einem persönlichen Gespräch deutlich, dass er ihn als festen Bestandteil seiner Planung sieht. Daraufhin wurden die Wechselgedanken verworfen. Der Verein zog die Reißleine, die Interessenten wurden abgewiesen.

Hütters Anforderungen an den Außenverteidiger

Der Trainer fordert von Baum keine Revolution, sondern Kontinuität auf hohem Niveau. Hütter will, dass seine Außenverteidiger das Spiel breit machen, lange Sprints gehen und defensiv stabil bleiben. In der Vorbereitung setzte der Abwehrspieler genau das um: eng am Mann, giftig im Duell und offensiv frech. Die Testspiel-Leistungen überzeugten die sportliche Leitung vollends.

Hütter sieht in Baum einen Spieler mit enormer Laufbereitschaft. Seine Schnelligkeit ist eine Waffe, die gegen tiefstehende Gegner den Unterschied machen kann. Gleichzeitig arbeitet Baum an seinem Stellungsspiel. Der Trainer verlangt, dass er bei Ballverlusten schnell umschaltet und die Räume hinter sich konsequent schließt. Sein Verbesserungswille ist offensichtlich.

„Ich muss mich belohnen": Baums Botschaft

„Ich muss mich belohnen", sagte Baum. Der junge Außenverteidiger weiß genau, dass die Vorbereitung nur der Anfang ist. Er will sich langfristig in der Bundesliga etablieren. Die Rückendeckung von Hütter hilft ihm dabei. Der Trainer habe ihm das Gefühl gegeben, dass er auf ihn baut, ließ Baum durchblicken.

Diese Aussage verdeutlicht den Ehrgeiz, den das Eigengewächs mitbringt. Schließlich ist es kein Geheimnis, dass er sich in der vergangenen Saison nicht dauerhaft durchsetzen konnte. Jetzt will Baum die Chance nutzen. Intern wird er bereits als künftige Stammkraft gehandelt.

Frankfurt plant defensiv aggressiver

Hütters Defensivkonzept sieht eine höhere Grundordnung vor. Statt tief zu verteidigen, soll die Eintracht pressen und den Gegner schon in dessen Hälfte stören. Das erfordert Außenverteidiger, die mutig aufrücken und im Eins-gegen-eins keine Angst haben. Genau diese Eigenschaften bringt Baum mit. Seine offensive Ausrichtung ist ein Gewinn für das Frankfurter Aufbauspiel.

Bereits in der Vorbereitung zeigte sich, dass Hütter den Abwehrspieler in unterschiedlichen Rollen testet. Mal als klassischer Viererkette-Verteidiger, mal als Schienenspieler in einem 3-5-2-System. Baum kommt mit beiden Aufgaben zurecht, das macht ihn wertvoll.

Die Folgen für die Konkurrenz

Durch den Verbleib von Baum verschieben sich die Kräfteverhältnisse in der Frankfurter Defensive. Die erfahrenen Kräfte wurden gewarnt: Der Kampf um die Startelf hat offiziell begonnen. Hütter signalisiert, dass er keine Angst davor hat, jungen Spielern den Vorzug zu geben, wenn diese mehr Leidenschaft und Tempo einbringen. Baum ist der lebende Beweis für diese neue Ausrichtung.

Die Entscheidung des Trainers sorgt aber auch intern für Motivation. Andere Talente sehen, dass der Weg in die Mannschaft möglich ist, wenn man überzeugt. Baum selbst geht als positives Beispiel voran. Sein Plan ist klar: In der neuen Saison will er sich nicht nur belohnen, sondern dauerhaft etablieren.

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Ob am Ende wirklich alle Versprechen eingelöst werden, wird die Saison zeigen. Sicher ist jedoch, dass Elias Baum der große Gewinner des Hütter-Effekts zu Saisonbeginn ist. Die Frankfurter haben damit eines der interessantesten Abwehrtalente der Liga behalten.