In einem Freibad in Baden-Württemberg ist eine 13-Jährige nach Polizeiangaben von einem bislang unbekannten Täter zu sexuellen Handlungen gezwungen worden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und einen Zeugenaufruf gestartet.
Der Vorfall geschah in einem öffentlichen Freibad. Wie die Polizei mitteilte, wurde das Mädchen gegen seinen Willen zu sexuellen Handlungen genötigt. Nähere Umstände zu Tatzeit und Tatablauf sind bislang nicht bekannt. Die Behörde bittet nunmehr die Bevölkerung um Unterstützung bei der Aufklärung.
Der Zeugenaufruf richtet sich an alle Personen, die sich zum fraglichen Zeitpunkt in dem Freibad aufgehalten haben. Möglicherweise haben Besucher des Bades Beobachtungen gemacht, die zur Identifizierung des Täters führen können. Auch scheinbar unbedeutende Eindrücke können für die Ermittler von Bedeutung sein.
Ob die 13-Jährige allein oder in Begleitung in das Freibad gekommen ist, ist bislang nicht bekannt. Zeugen, die das Mädchen gesehen haben, werden gebeten, sich zu melden. Auch wer Angaben zur Begleitung machen kann, kann den Ermittlern weiterhelfen.
Zeugen können Hinweise weitergeben
Wer Hinweise zu dem Vorfall geben kann, wird gebeten, sich bei der örtlichen Polizeidienststelle zu melden. Die Beamten versichern, dass alle Angaben vertraulich behandelt werden. Selbst anonyme Hinweise sind willkommen und werden überprüft.
Die Polizei weist darauf hin, dass sexuelle Übergriffe in öffentlichen Einrichtungen ernst genommen werden. Die Ermittler hoffen, durch die Mithilfe der Bevölkerung den Täter zu fassen. Jeder noch so kleine Hinweis könnte den entscheidenden Durchbruch bringen.
Beschreibungen des mutmaßlichen Täters – etwa Alter, Größe, Kleidung oder auffällige Merkmale – sind für die Fahndung besonders wichtig. Zeugen, die solche Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, diese in ihrer Aussage zu schildern.
Ermittlungen laufen
Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Diese laufen auf Hochtouren. Das 13-jährige Mädchen wird von Fachleuten betreut und erhält psychologische Unterstützung. Zum Opfer und zu den genauen Hintergründen der Tat machten die Ermittler mit Rücksicht auf die Persönlichkeitsrechte keine Angaben.
Die Staatsanwaltschaft ist in den Fall eingebunden. Den Ermittlern liegt bislang kein Tatverdacht gegen eine bestimmte Person vor. Die Auswertung von Spuren und Zeugenaussagen soll Aufschluss über den Täter geben.
Rechtliche Einordnung
Nach deutschem Strafrecht stellt jede sexuelle Handlung an einem Menschen ohne dessen Einwilligung eine Straftat dar. Wenn das Opfer das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, gilt die Tat zudem als sexueller Missbrauch eines Kindes. Die zuständige Staatsanwaltschaft wird die genaue rechtliche Einordnung vornehmen.
Die Polizei appelliert an die Öffentlichkeit, wachsam zu sein und Zivilcourage zu zeigen. Insbesondere in öffentlichen Einrichtungen wie Freibädern sei es wichtig, aufeinander zu achten. Wer Verdächtiges beobachte, solle sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 verständigen.
Unterstützung für Opfer
Straftaten wie diese können bei den Betroffenen tiefe seelische Verletzungen hinterlassen. Die Polizei arbeitet deshalb eng mit Opferhilfeeinrichtungen zusammen. Die 13-Jährige wird von spezialisierten Fachkräften betreut, die Erfahrung mit solchen Fällen haben.
Die Ermittler bitten zudem darum, die Privatsphäre des Mädchens und ihrer Familie zu respektieren. Spekulationen im Internet und in sozialen Medien seien der Sache nicht förderlich und könnten die Betroffenen zusätzlich belasten.
Zeugenaufruf bleibt bestehen
Die Polizei wird den Zeugenaufruf aufrechterhalten, so lange dies für die Ermittlungen erforderlich ist. Hinweise können auch noch Wochen nach der Tat abgegeben werden. Die Ermittler bitten die Bevölkerung, den Vorfall nicht zu ignorieren und alle relevanten Beobachtungen zu melden.
Überregionale Medien und soziale Netzwerke werden genutzt, um den Zeugenaufruf zu verbreiten. Die Polizei ist zuversichtlich, mit der Unterstützung der Bevölkerung den Fall aufklären zu können. Die weiteren Ermittlungen dauern an.



