Eric Agyemang (46), ein ehemaliger Teamkollege von Marcel Rapp (47), ist überzeugt: Der neue Trainer des FC St. Pauli passt hervorragend zum Verein. „Er ist ein toller Mensch, war schon als Spieler unfassbar akribisch, hat nichts dem Zufall überlassen. Er ist bodenständig, passt super zu St. Pauli“, sagte Agyemang im Gespräch mit unserer Redaktion.
Gemeinsame Zeit in der Regionalliga
Agyemang und Rapp spielten von 2005 bis 2007 gemeinsam beim SC Pfullendorf in der Regionalliga Süd. Der gebürtige Ghanaer, der in der Saison 1999/2000 selbst kurz für den FC St. Pauli aktiv war, erinnert sich gern an diese Zeit zurück. „Das war eine tolle Zeit. Für mich ein kleiner Kulturschock, so weit im Süden. Aber Rapp, der schon länger in Pfullendorf spielte, hat mich aufgefangen, war super hilfsbereit“, so Agyemang.
Allerdings gab es eine Hürde: den Dialekt. „Nur verstehen konnte ich ihn manchmal überhaupt nicht. Sein badischer Dialekt war völlig fremd für mich“, lacht Agyemang. Rapp hat sich im Laufe der Jahre bemüht, das Badische weitgehend abzulegen, seit er in der Nähe von Kiel wohnt, kommt es aber gelegentlich noch durch.
Rapp als Spieler: Ein unangenehmer Gegner
Wie war Rapp als Spieler? „Der konnte als Defensiv-Kicker hinten richtig dazwischenhauen, ging keinem Zweikampf aus dem Weg. Im Training war er ein sehr unangenehmer Gegenspieler. Er hat dafür gesorgt, dass ich in den Spielen als Stürmer marschiert bin und vorn getroffen habe“, erinnert sich Agyemang. Mit Erfolg: In 37 Spielen erzielte Agyemang zwölf Treffer für den SCP, bevor er 2007 zu Magdeburg und später zu Aue wechselte, wo er den Zweitliga-Aufstieg feierte.
Rapps Trainer-Karriere
Agyemang, der in Hamburg die private Fußball-Schule „Agyemang Athletes“ betreibt, verfolgt die Trainer-Karriere seines Ex-Kollegen mit großem Interesse. „Eine tolle Laufbahn. Ich habe mich gefreut, als er in den Norden zu Holstein Kiel kam, wo er mit dem Aufstieg Historisches schaffte. Genau das würde ich ihm bei St. Pauli natürlich auch wünschen“, sagte der 46-Jährige.
Rapp übernahm zur neuen Saison den Trainerposten beim FC St. Pauli und soll den Kiezklub in der 2. Bundesliga zurück in die Erfolgsspur führen. Agyemang ist zuversichtlich, dass ihm das gelingen wird: „Er hat das Zeug dazu, er ist ein akribischer Arbeiter und ein feiner Kerl.“



