Der FC Bayern München ist auf seiner Asientour mit einem begeisterten Empfang gestartet. Am Flughafen von Jeju machten die südkoreanischen Fans ihrem Jubel lautstark Luft, als die Mannschaft um Kapitän Manuel Neuer aus dem Flieger stieg. Viele Anhänger hielten Trikots des Nationaltorwarts in die Höhe und hofften auf ein Autogramm. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, gab der Empfang einen Vorgeschmack auf die große Begeisterung, die die Bayern-Stars in den kommenden Tagen in Südkorea und Hongkong erleben werden.
Besonders gefragt waren auch die beiden Club-Legenden Giovane Élber und Roy Makaay, die die Reise begleiten. Sie unterschrieben nach der Landung fleißig Autogramme und ließen sich mit den jubelnden Fans fotografieren. Die Anhänger feierten nicht nur die aktuellen Stars, sondern auch die früheren Publikumslieblinge, die den Ruhm des Vereins mitgeprägt haben. Die Begeisterung der südkoreanischen Fußballfans war bereits am Flughafen deutlich zu spüren, und sie wird die Mannschaft während der gesamten Reise begleiten.
WM-Rückkehrer und sieben Talente im Kader
Im Aufgebot von Trainer Vincent Kompany stehen bei der Asienreise auch die WM-Rückkehrer Konrad Laimer (Österreich), Josip Stanisic (Kroatien) und Luis Díaz (Kolumbien), der mit einer neuen Frisur angereist ist. Sie hatten das Trainingslager am Tegernsee vor wenigen Tagen verpasst, weil sie zuvor mit ihren Nationalmannschaften bei der Weltmeisterschaft im Einsatz waren. Nun sollen sie in den Testspielen Spielpraxis sammeln und sich für Stammplätze empfehlen.
Darüber hinaus hat der Rekordmeister sieben Nachwuchsspieler in das Aufgebot für die Tour berufen. Diese Talente erhalten die Gelegenheit, im Profi-Umfeld zu trainieren und erste Erfahrungen im Seniorenbereich zu sammeln. Die Förderung des eigenen Nachwuchses ist ein zentraler Baustein der Vereinsphilosophie des FC Bayern. Die Mischung aus etablierten Stars und jungen Hoffnungen macht die Faszination dieser Reise aus.
Nicht mit nach Asien gereist ist Ismael Saibari. Der marokkanische WM-Teilnehmer, der für rund 50 Millionen Euro von der PSV Eindhoven verpflichtet wurde, absolvierte am Wochenende eine individuelle Trainingseinheit an der Säbener Straße. Saibari hatte bei der Weltmeisterschaft starke Leistungen gezeigt, verpasste jedoch das Viertelfinale gegen Frankreich verletzt. Aufgrund der Verletzungsfolgen bleibt er in München und arbeitet an seinem Comeback. Der Neuzugang wird nach seiner Genesung vollständig ins Team integriert werden.
Gleiches gilt für Serge Gnabry, Lennart Karl und Jamal Musiala. Sie befinden sich ebenfalls in München und trainieren individuell an ihrer Fitness. Die drei Akteure sollen nach ihrer Genesung wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, wie aus Vereinskreisen zu erfahren ist.
Testspiele gegen Jeju SK und Aston Villa
Die Bayern-Tour führt das Team zunächst für drei Tage auf die südkoreanische Insel Jeju, die auch als Hochzeitsinsel bekannt ist. Dort steht am Dienstag um 13.00 Uhr der erste Härtetest gegen den koreanischen Club Jeju SK FC auf dem Programm. Für die Mannschaft von Vincent Kompany ist es die erste Gelegenheit, sich nach den intensiven Trainingstagen am Tegernsee im Wettbewerb zu beweisen.
Am Mittwoch geht es dann weiter nach Hongkong. Am Freitag um 14.00 Uhr wartet im Rahmen des Audi Football Summit ein weiterer Test auf die Münchner: Gegner ist der englische Verein Aston Villa, der zuletzt die Europa League gewinnen konnte. Die Begegnung verspricht ein anspruchsvoller Gradmesser zu werden. Insgesamt sind während der Asienreise neben den beiden Partien sechs Trainingseinheiten geplant.
Der Audi Football Summit ist eine Veranstaltung, die der FC Bayern für ein attraktives Testspiel im Rahmen der Sommervorbereitung nutzt. Aston Villa hat sich durch den Gewinn der Europa League einen Namen gemacht und ist ein Gradmesser auf internationalem Niveau.
Die Asientour ist ein wichtiger Baustein der Saisonvorbereitung. Sie bietet den Spielern die Möglichkeit, sich als Team einzuspielen und gleichzeitig in einem anderen Kulturkreis Erfahrungen zu sammeln. Für die vielen Fans in Südkorea und Hongkong ist es eine seltene Gelegenheit, ihre Idole aus der Nähe zu sehen. Die Begeisterung am Flughafen von Jeju hat bereits gezeigt, wie groß die Vorfreude auf beiden Seiten ist.
Der FC Bayern kehrt nach den beiden Testspielen und den Trainingseinheiten nach München zurück, um die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison fortzusetzen. Die Eindrücke und Ergebnisse aus Asien werden dabei eine wichtige Rolle spielen.



