In der Nacht zu Samstag ist auf einem Kfz-Betriebsgelände im Genthiner Ortsteil Schopsdorf ein Großbrand ausgebrochen. Zwölf Fahrzeuge wurden von den Flammen erfasst und teils vollständig zerstört. Die Polizei beziffert den entstandenen Sachschaden auf rund 400.000 Euro. Die Brandursache ist noch ungeklärt.
Vier Fahrzeuge sind Totalschaden
Wie die Polizei am Sonntagmorgen mitteilte, waren insgesamt zwölf auf dem Gelände abgestellte Fahrzeuge von dem Feuer betroffen. Vier Fahrzeuge – eine Zugmaschine, ein Sattelzug, ein Pritschenwagen und ein Lkw – wurden vollständig zerstört. Der Schaden an diesen Fahrzeugen ist so hoch, dass eine Reparatur wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll wäre.
Acht weitere Fahrzeuge erlitten durch die Hitzeeinwirkung und die Flammen teils erhebliche Schäden. Nach Angaben der Polizei handelt es sich dabei um Auflieger, Anhänger, weitere Zugmaschinen sowie einen Pkw. Die enorme Hitze hinterließ unter anderem verzogene Karosserieteile, geplatzte Reifen und beschädigte Elektrik. Bei mehreren Fahrzeugen ist der technische Zustand noch unklar.
Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Ein Polizeisprecher erklärte, dass in alle Richtungen ermittelt werde. Ein technischer Defekt könne nicht ausgeschlossen werden. Die Ermittler werden nun einen Brandursachenkomplex beauftragen, um den genauen Hergang zu rekonstruieren. Dabei spielen mögliche elektrische Kurzschlüsse, auslaufende Betriebsstoffe und die Abstellung der Fahrzeuge eine Rolle.
Der Brand war in der Nacht zu Samstag aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrochen. Zuvor hatte der MDR über den Vorfall berichtet. Die genaue Schadenshöhe könnte sich noch ändern, sobald die Versicherungen die beschädigten Fahrzeuge begutachtet haben. Die Polizei schätzt den aktuellen Schaden auf rund 400.000 Euro.
Hintergrund: Kfz-Betriebsgelände in Schopsdorf
Genthin liegt im Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt. Schopsdorf ist ein Ortsteil der Stadt Genthin. Das betroffene Kfz-Betriebsgelände wird offenbar für die Abstellung und Wartung von Nutzfahrzeugen genutzt. Die Kombination aus Zugmaschinen, Aufliegern und Anhängern deutet auf einen Speditions- oder Fuhrparkbetrieb hin.
Bei einem Brand auf solchen Geländen können Flammen schnell auf benachbarte Fahrzeuge übergreifen. Die dichte Abstellung der Fahrzeuge begünstigt die Ausbreitung. Im vorliegenden Fall erlitten zwölf Einheiten Schäden, was die Dimension des Feuers zeigt. Die Ermittler hoffen nun auf Zeugenhinweise aus der Bevölkerung. Wer in der Nacht verdächtige Wahrnehmungen gemacht hat, kann sich bei der Polizei melden.
Wirtschaftliche Folgen für den Betrieb
Der Sachschaden von rund 400.000 Euro trifft den betroffenen Betrieb hart. Insbesondere die vier vollständig zerstörten Fahrzeuge stellen einen erheblichen finanziellen Verlust dar. Ein Sattelzug oder eine Zugmaschine kann je nach Modell und Ausstattung einen sechsstelligen Betrag kosten. Hinzu kommen mögliche Betriebsausfälle, da die Fahrzeuge nicht mehr eingesetzt werden können.
Die Versicherung wird in den kommenden Tagen die Schadensregulierung vorbereiten. Ob das Unternehmen seine Arbeit ungehindert fortsetzen kann, wird sich zeigen. Die Kriminalpolizei prüft derweil alle möglichen Brandursachen. Ein abschließendes Ergebnis wird nicht vor Abschluss der technischen Untersuchungen erwartet.



