Zwei Tage nach dem letzten Saisonspiel von Bayer Leverkusen gegen den HSV (1:1) erfuhr der damalige Trainer Kasper Hjulmand, dass er gehen muss. In der vergangenen Woche wurde dem Dänen die Kündigung offiziell mitgeteilt. Nun äußert er sich erstmals öffentlich zu seiner Entlassung. Auf dem Netzwerk LinkedIn schreibt er an den Verein und die Fans: „Ich werde immer mit großem Stolz, Dankbarkeit und Zuneigung auf meine Zeit hier zurückblicken.“
Ein Gentleman verabschiedet sich
Hjulmand zeigt sich als fairer Verlierer. Er beschreibt seine Enttäuschung darüber, dass er nicht die Möglichkeit bekam, den „Fortschritt mit dem Team weiter auszubauen“. Dennoch betont er: „Ich respektiere die Entscheidung.“ Der Trainer verliert kein böses Wort. Im Gegenteil: Er bedankt sich bei den Fans für deren außergewöhnliche Unterstützung. Diese Reaktion werde er nie vergessen.
Der emotionalste Moment
Hjulmand verrät, welcher Moment aus seinen neun Monaten in Leverkusen ihm besonders im Gedächtnis geblieben ist. „Ein Moment wird mir ganz sicher im Gedächtnis bleiben“, schreibt er. „Während unseres Spiels in der Champions League gegen Paris Saint-Germain bekamen wir früh eine Rote Karte und erlitten eine deutliche Niederlage.“ Bayer unterlag im Oktober dem späteren Champions-League-Sieger mit 2:7. Was den Trainer tief berührte, war die Reaktion der Fans: „Auch nach dem Abpfiff wart ihr noch da, habt applaudiert und uns unterstützt. Für mich spiegelt das wider, was es bedeutet, ein echter Supporter zu sein. Ich werde das nie vergessen.“
Wünsche an den Nachfolger
Seinem Nachfolger Carles Martínez (42) wünscht er alles Gute – ohne ihn namentlich zu erwähnen. Hjulmand: „Die Mannschaft befindet sich in einer starken Position. Ich glaube, sie ist nach der turbulenten Saison bereit, das nächste Kapitel mit Selbstvertrauen und Ehrgeiz anzunehmen.“ Für Hjulmand steht fest: „In diesem Verein steckt enormes Potenzial und ich habe keinen Zweifel, dass großartige Momente bevorstehen.“



