Nach dem Karriereende von Stefan Kutschke hat Dynamo Dresden einen neuen Kapitän gefunden. Niklas Hauptmann (30) wird die Mannschaft künftig als Spielführer aufs Feld führen. Die Entscheidung fiel am Ende des Trainingslagers in Windischgarsten (Oberösterreich).
Hauptmann folgt auf Kutschke
Der langjährige Kapitän Stefan Kutschke (37) hatte seine Profikarriere beendet, sodass der Zweitligist einen neuen Anführer benötigte. Hauptmann führte das Team bereits in der vergangenen Saison, wenn Kutschke nicht in der Startelf stand. Der Sohn von Dynamos früherem Bundesliga-Star Ralf Hauptmann (57) kehrte vor vier Jahren vom 1. FC Köln zurück und ist inzwischen einer der dienstältesten Profis im Kader sowie ein absoluter Leistungsträger.
Hauptmanns Führungsqualitäten
Im Mittelfeld von Dynamo Dresden ist Hauptmann der Dreh- und Angelpunkt und genießt im Team enorm hohes Ansehen. Anders als Kutschke ist er kein lauter Anführer, nimmt aber kein Blatt vor den Mund. Seine Ansagen und Analysen treffen immer den Kern, und er geht in jedem Spiel mit vollem Einsatz voran. Trainer Thomas Stamm lobt: „Haupe ist auf seine Art und Weise ein Leader durch und durch. Vielleicht nicht als dieses Sprachrohr, wie es Stefan war. Ich kann mir aber nichts Besseres vorstellen als, wie er seine Rolle interpretiert. Ich hoffe, dass er das nicht anders sieht.“
Mannschaftsrat und Stellvertreter
Vincent Vermeij wird Hauptmanns Stellvertreter. Zusammen mit Lukas Boeder, Nicolai Rapp, Robert Wagner und Thomas Keller bilden sie den Mannschaftsrat. Stamm betont: „Wir haben genügend Jungs, die da Verantwortung übernehmen.“ Die Auswahl von Kapitän und Mannschaftsrat erfolgte durch eine Teamwahl, die anschließend vom Trainerteam bestätigt wurde. „Das Schöne ist, dass das Bild eins zu eins gleich ist, seit ich hier bin. Das spricht dafür, dass alle das gleiche Gefühl haben, welche Spieler das Team nach außen vertreten können“, so Stamm.
Erster Einsatz als Kapitän
Sein erstes Spiel als offizieller Kapitän von Dynamo Dresden bestreitet Hauptmann am Samstag im XXL-Test gegen Liga-Konkurrent Energie Cottbus. Dabei wird je zweimal 90 Minuten gespielt, und die vermeintliche Startelf für den Zweitliga-Auftakt zwei Wochen später in Nürnberg soll von Beginn an auflaufen.



