Nach Gutiérrez-Deal: Palacios will Leverkusen verlassen
Palacios will nach England: Leverkusen vor Abschied

Leverkusen – Der Kader von Bayer Leverkusen nimmt Konturen an, doch ausgerechnet jetzt bahnt sich ein Abschied an. Exequiel Palacios, seit 2020 im Werksklub und noch bis 2030 vertraglich gebunden, möchte den Verein verlassen. Sein Berater hat dem Klub hinterlegt, dass der argentinische Nationalspieler über einen Wechsel nachdenkt. Sein klarer Wunsch: die Premier League.

Gutiérrez-Transfer ist fix – Palacios plant den Abflug

Am Montag absolviert Linksverteidiger Miguel Gutiérrez den Medizin-Check bei Bayer Leverkusen. Der 25-jährige Spanier kommt für bis zu 30 Millionen Euro vom SSC Neapel und soll bereits am Dienstag im Trainingslager mit seiner neuen Mannschaft trainieren. Er ist der designierte Nachfolger von Alejandro Grimaldo, der für 25 Millionen Euro zu Atlético Madrid gewechselt war. Der Kader der Werkself ist damit in der Defensive gut aufgestellt – im Mittelfeld droht jedoch ein bedeutender Verlust.

Palacios, der mit Argentinien Vizeweltmeister wurde und an der Seite von Lionel Messi spielte, sieht seine Zukunft offenbar nicht mehr in Leverkusen. Zuletzt hatte Aufsteiger Ipswich Town angefragt. Doch für den 27-Jährigen kommt ein Engagement beim Aufsteiger nicht infrage. Er sieht sich auch in England bei einem Top-Klub. Aus dieser Kategorie gibt es derzeit jedoch keine Angebote.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Rolfes bleibt gelassen: „Wir haben einen langen Vertrag“

Sportchef Simon Rolfes gibt sich öffentlich entspannt. „Wir sind entspannt und haben einen langen Vertrag“, sagte er mit Blick auf das bis 2030 laufende Arbeitspapier. Gleichzeitig räumte er ein: „Es gibt auch in diesem Jahr Interesse an Pala.“ Bayer wollte zwar einen größeren Umbruch im Sommer vermeiden und Palacios zählt zu den festen Größen der Mannschaft. Doch unverkäuflich ist bei Bayer niemand.

Rolfes machte deutlich, unter welchen Bedingungen ein Verkauf möglich wäre: „Wir machen nur etwas, wenn wir uns verbessern können.“ Konkret heißt das: Wenn die Ablöse stimmt und Leverkusen einen neuen Top-Spieler für das zentrale Mittelfeld bekommt, kann der Argentinier gehen. Die Ablösesumme dürfte dem Vernehmen nach bei über 40 Millionen Euro liegen.

Wechsel zu RB Leipzig offenbar kein Thema

Spekulationen über ein Interesse von RB Leipzig weist Leverkusen intern zurück. Zwar wurde zuletzt über den Champions-League-Teilnehmer als möglichen Abnehmer gemunkelt, doch Bayer hat festgelegt, keinen direkten Konkurrenten zu stärken. Außerdem entspricht ein Wechsel innerhalb der Bundesliga nicht den Vorstellungen von Palacios. Der Argentinier strebt ein Engagement in England an – idealerweise bei einem Klub, der um Titel und internationale Plätze mitspielt.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich ein passender Abnehmer findet. Leverkusen hat die Lage unter Kontrolle, wie Rolfes betont. Der Klub ist finanziell gut aufgestellt und kann auf einen Verkauf verzichten. Gleichwohl weiß man in der Verantwortung, dass Spieler mit solchen Ambitionen schwer zu halten sind, wenn ein Top-Angebot eintrifft.

Für die Werkself wäre ein Abschied von Palacios ein herber Verlust. Der Mittelfeldspieler ist nicht nur wegen seiner technischen Fähigkeiten geschätzt, sondern auch wegen seiner Mentalität und Erfahrung. In den vergangenen Jahren hat er sich zu einem Führungsspieler entwickelt. Sollte er gehen, müsste Leverkusen auf dem Transfermarkt nachrüsten – und genau das hat Rolfes als Bedingung genannt.

Die Anhänger von Bayer Leverkusen dürften die Entwicklung mit gemischten Gefühlen verfolgen. Einerseits ist der Kader mit Gutiérrez gut ergänzt worden, andererseits droht der nächste Leistungsträger den Verein zu verlassen. Die Verantwortlichen bleiben jedoch gelassen und vertrauen auf ihre Vertragssituation. Ob Palacios tatsächlich wechselt, dürfte maßgeblich davon abhängen, ob sich ein englischer Top-Klub findet, der die hohe Ablösesumme investieren will.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration