Paul Bright Max Erevbenagie ist der Überraschungsmann der Werder-Vorbereitung. Der 18-Jährige traf beim 4:2-Sieg in Cottbus erneut und hat nun beste Aussichten, in der kommenden Saison Bundesliga-Minuten zu sammeln. Trainer Daniel Thioune macht dem Offensiv-Talent Hoffnung und bescheinigt ihm eine rasante Entwicklung.
Dritter Treffer im dritten Test
Vor 7443 Zuschauern im Stadion der Zweitliga-Aufsteiger aus Cottbus erzielte Erevbenagie per Schlenzer das 3:1 für die Bremer. Es war bereits sein dritter Treffer in den Testspielen der laufenden Vorbereitung. Werder gewann damit das vierte Spiel in Folge – eine weiße Weste, die auch der Mannschaft Selbstvertrauen gibt.
Erevbenagie, der im Juli seinen ersten Profivertrag unterschrieb, war ursprünglich für die Regionalliga-Mannschaft von Trainer Cedric Makiadi eingeplant. Doch mit seinen Leistungen hat er sich eindrucksvoll in den Fokus der Profis gespielt. „Ich will mich nicht auf dieser Würdigung ausruhen, sondern die kommende Saison nutzen, um mich weiterzuentwickeln und den nächsten Schritt in meiner Karriere zu gehen“, sagte der 18-Jährige nach seiner Unterschrift im Sommer.
Thioune sieht ihn „sehr nah dran“
Trainer Daniel Thioune zeigte sich angetan von der Entwicklung des Flügelspielers, der 2022 vom JFV Bremerhaven nach Bremen gewechselt war und 2025 mit der U19 den DFB-Pokal gewann. „Es hat sich einer angemeldet und gesagt: Ich will auch mitspielen. Das tut der Junge gerade. Ich freue mich darüber und würde ihm zugestehen, dass er aktuell sehr nah dran ist, perspektivisch Bundesliga-Minuten zu sammeln.“
Das ist eine klare Ansage: Nicht die Startelf am ersten Spieltag, aber die realistische Chance auf Einsatzzeit in der höchsten Spielklasse. Für einen Spieler, der noch vor wenigen Wochen fest für die vierte Liga eingeplant war, ist das eine bemerkenswerte Entwicklung. Sie erhöht zudem den Konkurrenzkampf in Werders Offensive – und macht den Namen Erevbenagie auch außerhalb von Bremen bekannt.
Ein Name als Herausforderung
Dass dieser Name nicht ganz einfach auszusprechen ist, gibt auch Thioune unumwunden zu: „Der Name Chuki ist einfacher als der von Paul. Damit tue ich mich noch schwer.“ Gemeint ist Mitspieler Chukwuemeka „Chuki“ – ein Paradebeispiel dafür, wie schnell sich Trainer und Mannschaft an neue Namen gewöhnen müssen. Doch anders als bei der Aussprache zählt auf dem Platz allein die Leistung, und die stimmt beim 18-Jährigen.
Erevbenagie hat sich innerhalb weniger Wochen vom Regionalliga-Kandidaten zum ernsthaften Anwärter auf einen Platz im Bundesliga-Kader gemausert. Sollte er seinen Lauf fortsetzen, könnten die Bremer Fans schon bald einen neuen Publikumsliebling feiern – mit einem Zungenbrecher-Namen, den man sich schnell merken wird.
Werder-Offensive mit neuem Impuls
Die Konkurrenz im offensiven Mittelfeld und auf den Flügeln ist groß, doch Erevbenagie hat mit seiner Torgefahr ein starkes Argument geliefert. Die Vorbereitungsspiele haben gezeigt, dass er nicht nur Tempo, sondern auch Abschlussqualitäten mitbringt. Ob er am ersten Spieltag tatsächlich im Kader steht, wird sich zeigen – die Tendenz ist jedoch klar.
Mit vier Siegen aus vier Spielen reist Werder mit breiter Brust in den Saisonauftakt. Die Fans dürfen gespannt sein, ob das nächste Juwel aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung in die Bundesliga schafft. Erevbenagie hat jedenfalls bewiesen, dass er bereit ist für den nächsten Schritt.



