Formel 1 kehrt nach Malaysia zurück: Bahrain-Ersatz in Sepang
Formel 1 kehrt nach Malaysia zurück – Bahrain-Ersatz

Die Formel 1 kehrt nach neunjähriger Abstinenz nach Malaysia zurück. Auf dem Sepang Circuit südlich von Kuala Lumpur wird am ersten Oktober-Wochenende der Gulf Air Bahrain Grand Prix in Malaysia ausgetragen – ein Ersatzrennen für das im April wegen des Iran-Kriegs abgesagte Bahrain-Rennen. Die Strecke liegt rund 6000 Kilometer vom ursprünglichen Austragungsort entfernt.

Kostenteilung und logistische Besonderheiten

Laut Mitteilung der Formel 1 übernimmt Bahrain einen Großteil der Kosten, während Malaysia die Rennstrecke stellt. Formel-1-Boss Stefano Domenicali lobte die Flexibilität des Sports: „Einmal mehr hat der Sport seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, sich anzupassen, Lösungen zu finden und diese umzusetzen.“ Der Grand Prix am 4. Oktober findet zwischen den Events in Aserbaidschan und Singapur statt und wertet den Kalender von 22 auf 23 Rennen auf.

Historische Rückkehr auf bekannten Kurs

Malaysia war von 1999 bis 2017 fester Bestandteil des Rennkalenders, musste dann aber wegen der hohen Antrittsgebühren ausscheiden. Seitdem gastiert dort unter anderem die MotoGP. Der Sepang Circuit liegt verkehrsgünstig am internationalen Flughafen Kuala Lumpur, was die logistische Abwicklung erleichtert.

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Weitere Grands Prix wackeln

Die Unsicherheit durch den Iran-Krieg bleibt jedoch groß. Die letzten beiden Saisonrennen in Katar (29. November) und Abu Dhabi (6. Dezember) sind „mehr als fraglich“, wie es aus Kreisen der Formel 1 heißt. Als mögliche Alternativen für das Finale gelten Portimão in Portugal oder Imola in Italien. Portimão war bereits 2020 und 2021 als Ersatzausrichter während der Corona-Pandemie im Einsatz und kehrt 2027 und 2028 fest in den Kalender zurück. Imola hingegen wurde für dieses Jahr gestrichen, böte aber den Vorteil eines Heimspiels für den italienischen WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli, der 2023 erster italienischer Weltmeister seit Alberto Ascari 1953 werden könnte. Allerdings sind die Temperaturen in der Emilia-Romagna im Dezember für die Reifen der Formel-1-Autos oft zu niedrig.

Hintergrund: Iran-Krieg und seine Folgen

Israel und die USA hatten am 28. Februar mit massiven Luftangriffen ihren Krieg gegen den Iran begonnen. Anfang April einigten sich Vertreter aus Washington und Teheran auf eine Waffenruhe, die inzwischen jedoch wieder brüchig ist. Die Formel-1-Bosse prüfen derzeit alle Optionen, um den Rennkalender für die verbleibende Saison zu sichern.

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