Lars Bünning meldet sich nach Hirnblutung mit Videobotschaft
Bünning nach Hirnblutung: Erste Videobotschaft

Bei der offiziellen Saisoneröffnung von Dynamo Dresden ist es zu einem bewegenden Moment gekommen: Im Stadion wurde eine Videobotschaft von Abwehrspieler Lars Bünning eingespielt, der sich darin erstmals seit seiner lebensbedrohlichen Hirnblutung zu Wort meldete. Der 28-Jährige hatte den Clip zuvor auf Instagram veröffentlicht. Beim anschließenden Testspiel gegen den Bundesligisten Union Berlin herrschte eine emotionale Stimmung.

„Die letzten Wochen waren die wahrscheinlich schwierigsten in meinem ganzen Leben bisher“, sagte Bünning in dem Video. Umso schöner sei es für ihn und seine Familie gewesen, dass die Dynamo-Fans diesen Kampf zurück ins Leben mit ihm gemeinsam führen. Seine Worte wurden im Stadion mit langem Applaus begleitet.

Rettung durch Notoperation

Anfang Juli hatte der Klub mitgeteilt, dass der Innenverteidiger nach einer „spontan und ohne äußere Einwirkung“ aufgetretenen Hirnblutung notoperiert werden musste. Der Eingriff sei erfolgreich verlaufen, hieß es damals. Anschließend wurde Bünning intensivmedizinisch betreut. In seiner Videobotschaft berichtete er nun, dass seine Reha gut voranschreite: „Ich mache jeden Tag Fortschritte“, sagte der gebürtige Niedersachse. Bald dürfe er nach Dresden zurückkehren.

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Trainer Thomas Stamm erklärte im Rahmen der Saisoneröffnung, warum man mit der Information an die Öffentlichkeit gegangen war: „Es war wichtig, dass alle jetzt mal auf einen gewissen Stand mitgenommen worden sind. Wir wollten aber, dass die Familie mit Lars gemeinsam entscheidet, wann das ist.“ Der Fußballlehrer betonte, dass der Genesungsprozess Geduld erfordere: „Das wird ein weiter, langer Weg.“

Geste der Mannschaft

Die Mannschaft von Dynamo Dresden hatte bereits in den ersten Vorbereitungsspielen ein Zeichen gesetzt: Auf den Trikotärmeln trugen die Profis das Konterfei Bünnings, ergänzt um die Worte „Gemeinsam kämpfen!“. Diese Solidaritätsaktion stieß bei Fans und Beobachtern auf große Resonanz. Auch Gegner Union Berlin würdigte die Geste vor dem Anpfiff.

Bünning war 2023 vom 1. FC Kaiserslautern nach Dresden gewechselt und hatte in der Aufstiegssaison als Stammspieler großen Anteil am Erfolg des Ostklubs. In der vergangenen Spielzeit verlor er jedoch seinen Stammplatz: In der Rückrunde kam er nur noch zu zwei Kurzeinsätzen. Trotz der sportlichen Talfahrt galt der Abwehrspieler als wichtiger Bestandteil des Kaders, sein Vertrag läuft noch bis 2027.

Wie geht es weiter?

Wie lange der 28-Jährige ausfallen wird, ist ungewiss. Trainer Stamm machte deutlich, dass eine Rückkehr in den Spielbetrieb nicht absehbar sei. „Es geht jetzt um Lars’ Gesundheit, nicht um Fußball“, sagte er. Die Dynamo-Anhänger haben angekündigt, ihren Spieler durch die schwere Zeit zu begleiten. Unter dem Hashtag #GemeinsamKämpfen sammeln sich Genesungswünsche aus ganz Deutschland.

Der Fall Bünning zeigt, wie plötzlich eine sportliche Karriere bedroht sein kann. Hirnblutungen gelten im Profifußball zwar als selten, doch der Dresdner Abwehrspieler ist nicht der erste betroffene Athlet. Umso wichtiger ist die medizinische Versorgung, die im Falle Bünning offenbar schnell genug einsetzte. Nun hoffen alle, dass der Verteidiger vollständig gesund wird – auf ein Comeback auf dem Platz möchte der Verein derzeit keinen zeitlichen Druck ausüben.

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