Bundesliga prüft milliardenschweres Investoren-Angebot von Apollo
Bundesliga prüft milliardenschweres Investoren-Angebot

Die Bundesliga, der Zusammenschluss der 36 Klubs der 1. und 2. Liga, hat ein unaufgefordertes milliardenschweres Angebot eines US-Finanzinvestors erhalten und prüft dieses nun. Wie die Bundesliga (vormals DFL) der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, liegt ein Angebot für ein Fremdkapital-Modell auf Ebene des Ligaverbands vor. Über die genaue Höhe machte die Liga keine Angaben, doch die „Bild“ berichtet, dass der Finanzriese Apollo mindestens eine Milliarde Euro als Kredit anbietet, besichert durch die nationalen Medienrechte.

Informeller Austausch in New York

„Es ist zutreffend, dass der Bundesliga ohne Aufforderung ein Angebot für ein Fremdkapital-Modell auf Ebene des Ligaverbands vorgelegt wurde“, teilte die Bundesliga mit. Bereits im Juni habe auf Einladung von Apollo Sports in New York City ein informeller Austausch zwischen Vertretern von Apollo Sports, Bundesliga-Gremien und einigen Bundesliga-Klubs stattgefunden. Die Liga betont, dass sie sich regelmäßig mit möglichen Modellen auseinandersetze und nach Vorlage des Angebots eine allgemeine, grundsätzliche Prüfung des Angebots sowie der rechtlichen Machbarkeit begonnen habe.

Rückblick auf gescheiterte Investorensuche

Vor mehr als zwei Jahren stand die Bundesliga bereits kurz vor einer Partnerschaft mit einem Investor. Die DFL wollte damals für eine prozentuale Beteiligung an den TV-Erlösen eine Milliarde Euro von einem Finanzinvestor kassieren. Doch wochenlange Proteste vor allem in den Stadien führten zum Abbruch der Gespräche. „Jetzt habe ich das Gefühl einfach gehabt, dass jetzt keine Mehrheit mehr da ist. Und dann braucht man auch keine Abstimmung mehr machen, wenn man das Gefühl hat. Dieser Prozess ist jetzt jedenfalls erledigt“, sagte der damalige DFL-Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Joachim Watzke der ARD und Sky. Mit Blick auf eine bessere Auslandsvermarktung der Liga erklärte Watzke: „Dieser Prozess ist ad acta gelegt. Wir müssen mal ganz neu anfangen.“

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Aktuelle Investitionsvorhaben

Um die Investitionsvorhaben der Bundesliga-Gruppe zu stützen, wurde zuletzt ein strategischer Rückbehalt aus den Medienerlösen gebildet und eine Partnerschaft mit Adidas abgeschlossen. Diese Maßnahmen sollen langfristig die finanzielle Basis der Liga stärken. Die Prüfung des Apollo-Angebots erfolgt nun in Abstimmung mit den Liga-Gremien. Es bleibt abzuwarten, ob die Bundesliga dieses Mal zu einer Einigung kommt oder erneute Proteste das Vorhaben stoppen.

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