Cottbus-Star Bittencourt: Olympia-Traum mit Neymar geplatzt
Cottbus-Star Bittencourt: Olympia-Traum mit Neymar geplatzt

Mit seiner Rückkehr zu Energie Cottbus hat Leonardo Bittencourt (32) viele Fan-Träume wahr gemacht. Jetzt verrät der Mittelfeldspieler: Auch sein eigener Fußball-Traum war einst zum Greifen nah. Im Podcast „Doppelsechs“ der Lausitzer Rundschau spricht Bittencourt über eine fast vergessene Episode seiner Karriere – die Nominierung für Brasiliens Olympiamannschaft.

Bittencourt stand vor der Wahl zwischen Deutschland und Brasilien

„Ich habe alle Jugendnationalmannschaften für Deutschland durchlaufen. Dann kam der Knackpunkt, als ich mich mit dem U21-Trainer Brasiliens getroffen habe. Damals ging es um Olympia. Ich hatte beide Möglichkeiten – für Deutschland und Brasilien wäre eine Einladung gekommen“, erklärte Bittencourt im Podcast.

Der gebürtige Leipziger besitzt durch seinen brasilianischen Vater und Energie-Legende Franklin Bittencourt (57) beide Staatsangehörigkeiten. Zwei Jugend-Koordinatoren des brasilianischen Verbandes beobachteten ihn 2014 beim Bundesliga-Spiel von Hannover 96 gegen den FC Bayern (0:4). Die Mission: Der damals 20-Jährige sollte künftig für Brasiliens Olympiateam auflaufen und langfristig als Perspektivspieler an die Seleção herangeführt werden. Doch daraus wurde nichts.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Vereinswechsel hatte Vorrang vor Olympia-Traum

„Am Ende habe ich mich entschieden, gar nicht bei Olympia mitzumachen, weil es mit dem 1. FC Köln so abgesprochen war und ich mich auf die Vorbereitung konzentrieren wollte. Deswegen habe ich am Ende weder für Brasilien noch für Deutschland bei Olympia gespielt“, so Bittencourt. Statt zur Nationalmannschaft wechselte er von Hannover zum 1. FC Köln.

Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro standen ausgerechnet seine beiden Nationen im Finale. Brasilien setzte sich im Elfmeterschießen mit 5:4 gegen Deutschland durch. Den entscheidenden Strafstoß verwandelte Superstar Neymar (34), mit dem Bittencourt zusammen gespielt hätte. Weil Bittencourt bereits sämtliche deutsche Junioren-Nationalmannschaften durchlaufen hatte, entschied er sich letztlich gegen einen Verbandswechsel. Für die A-Nationalmannschaft Deutschlands oder Brasiliens lief der Mittelfeldspieler jedoch nie auf.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration