Für Dynamo Dresden beginnt die neue DFB-Pokal-Saison mit einer Premiere: Der Zweitligist trifft in der ersten Runde auf den Viertligisten Westfalia Rhynern. Es ist das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften überhaupt.
Auslosung mit Geduldsprobe
Bei der Auslosung im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund mussten die Dresdner lange warten. Losfee und Schiedsrichter-Legende Deniz Aytekin (47) zog die Begegnung erst als viertletzte der insgesamt 32 Partien.
Wer ist Westfalia Rhynern?
Der Verein kommt aus dem gleichnamigen Stadtteil von Hamm in Westfalen, etwa 20 Kilometer nordöstlich von Dortmund. In dieser Saison wurde das Team Meister der Oberliga Westfalen und steigt damit in die Regionalliga West auf. Der bekannteste Name ist der des neuen Trainers: Mario Stiepermann (35), der als Profi unter anderem für Borussia Dortmund, Alemannia Aachen, Energie Cottbus, Greuther Fürth, den VfL Bochum und Norwich City spielte.
Spielort noch ungewiss
Das Spiel soll zwischen dem 21. und 24. August stattfinden, aber der Austragungsort steht noch nicht fest. Die „Kümpel und Hellmeister Arena“ im Westfalia-Sportpark fasst nur 2500 Zuschauer und ist damit zu klein für das erwartete Interesse. Vereinschef Arnulf Kleine erklärte: „Wir werden erst dann schauen, wo wir spielen, wenn wir wissen, wer der Gegner ist.“
Favoritenrolle klar, Spielort nicht
Die Rollen sind klar verteilt: Dynamo Dresden ist der Favorit. Sportchef Sören Gonther betonte: „Die erste Runde gegen unterklassige Gegner ist immer eine Pflichtaufgabe. Aber wir wissen alle, dass es da auch manchmal schwer ist, Fußball zu spielen.“ Gonther selbst schaffte es als Spieler in 15 Anläufen nie über die zweite Runde hinaus. „Der Pokal ist etwas anderes, da müssen wir die Mentalität dafür haben. Es wäre herausragend, im DFB-Pokal einmal einen Weg zu gehen. Das haben andere Mannschaften gezeigt. Und ich würde mich freuen, wenn ich es wenigstens mal auf der anderen Seite in die dritte Runde schaffen würde.“
Finanzielle Anreize
Der Pokal ist auch finanziell lukrativ. Für die erste Runde gibt es vom DFB über 200.000 Euro, in Runde zwei winkt mehr als das Doppelte, und in der dritten Runde fließen satte 850.000 Euro.



