Eberl reagiert auf Hoeneß-Lob: Vertragsverlängerung beim FC Bayern?
Eberl reagiert auf Hoeneß-Lob: Vertragsverlängerung

Beim FC Bayern München zeichnet sich in den Führungsetagen eine Kontinuität ab. Nachdem Ehrenpräsident Uli Hoeneß Sportvorstand Max Eberl eine perfekte Transferperiode bescheinigt und die Tendenz zu einer Vertragsverlängerung klar signalisiert hatte, meldete sich nun auch Eberl selbst zu Wort. Der 52-Jährige zeigte sich bei der Südkorea-Reise des Klubs sichtlich angetan von den lobenden Worten seines Vorgängers.

„Natürlich haben mich die Worte am Donnerstag sehr gefreut, da mache ich keinen Hehl draus. Man hört lieber Lob“, sagte Eberl auf der Terrasse des Teamhotels. Hoeneß hatte zuvor von einer „perfekten Transferperiode“ gesprochen und die Wahrscheinlichkeit einer Vertragsverlängerung mit „100 Prozent“ beziffert. Eberl bleibt trotz der Unterstützung gelassen: „Ich versuche meinen Job zu machen bei Bayern München, versuche die Menschen, die darüber entscheiden, zu überzeugen, dass ich keine so schlechte Wahl bin. Am Ende wird es der Aufsichtsrat entscheiden.“

Vertrag bis 2027: Entscheidung im Aufsichtsrat

Der Vertrag des gebürtigen Oberpfälzers läuft im Sommer 2027 aus – ebenso wie der von Vorstandschef Jan-Christian Dreesen. Der Aufsichtsrat muss in diesem Jahr darüber befinden, wie es auf den Führungsposten weitergeht. In München wurde zunächst über eine Entscheidung im August spekuliert, vieles deutet jedoch auf November hin. Eberl, der seit März 2024 im Amt ist, signalisiert klare Bereitschaft für eine weitere Zusammenarbeit: „Wenn man weitermachen möchte, bin ich bereit zu reden.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die Aussagen von Hoeneß kommen nicht von ungefähr. Der Ehrenpräsident gilt als einflussreichster Mann beim deutschen Rekordmeister, seine öffentliche Unterstützung dürfte Eberls Position innerhalb des Klubs gestärkt haben.

Hainer lobt Eberl und Dreesen

Auch Aufsichtsratsvorsitzender Herbert Hainer äußerte sich auf der südkoreanischen Insel Jeju zu den Personalien. Er zeigte sich überzeugt, dass Hoeneß' Aussagen die Zufriedenheit mit der Transferperiode widerspiegeln. „Also ich gehe mal davon aus, dass Uli das so gemeint hat, dass wir mit der momentanen Transferperiode sehr zufrieden sind“, sagte Hainer. Der Aufsichtsrat werde „zu gegebener Zeit eine gute Entscheidung treffen“. Hainer ergänzte mit Blick auf die Vertragssituation beider Vorstandsmitglieder: „Ich darf noch dazu sagen, dasselbe gilt im Übrigen auch für Jan-Christian Dreesen, dessen Vertragsverlängerung ansteht und mit dessen Arbeit wir genauso zufrieden sind.“

Damit stellte sich der Aufsichtsratsvorsitzende ausdrücklich hinter die Arbeit der sportlichen und kaufmännischen Führung. Die Personalentscheidungen gelten als richtungsweisend für die kommenden Jahre des Klubs.

Transferperiode: Rund 100 Millionen investiert

Die Hintergründe des Lobes sind beachtlich: Der FC Bayern verpflichtete in diesem Sommer den deutschen Nationalspieler Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt und den marokkanischen WM-Teilnehmer Ismael Saibari von der PSV Eindhoven. Beide kosteten jeweils rund 50 Millionen Euro Ablöse. Demgegenüber stehen Einnahmen von weit über 30 Millionen Euro durch den Verkauf von Spielern aus der zweiten Reihe. Diese Transfers zeigen, dass der Klub sowohl in die Breite als auch in die Spitze investiert hat.

Eberl zeigte sich mit dem Kader hochzufrieden. „Wir haben eine Mannschaft entwickelt und gebaut, bei der man eine Perspektive und Fantasie hat“, sagte er. Gemeinsam mit Sportdirektor Christoph Freund und Trainer Vincent Kompany sei man „sehr, sehr glücklich“ mit dem aktuellen Zustand. Der Sportvorstand ergänzte: „Wir haben noch ein paar Spieler zu verkaufen, aber haben trotzdem schon stattliche Einnahmen erzielt.“

Leihrückkehrer: Trio darf den Klub verlassen

Bevor die Transferperiode endet, will der FC Bayern noch einige Profis abgeben. Konkret handelt es sich um die Leihrückkehrer João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza. Palhinha und Boey besitzen Verträge bis 2028, Zaragoza ist bis 2029 gebunden. Eberl hofft, dass durch Bewegungen auf dem noch länger offenen Transfermarkt auch das Interesse an dem Trio steigt. Trainer Kompany plant für die neue Saison nicht mit diesen Profis – ein klares Signal, dass die Zukunft des Vereins mit anderen Spielern geplant wird.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Die Münchner halten sich derzeit in Südkorea auf, wo sie ihre Vorbereitung auf die neue Saison absolvieren. Die Reise dient neben dem sportlichen Programm auch dem Teambuilding und den Gesprächen über die personellen Perspektiven.