110 Jahre alte Berghütte im Oberallgäu brennt komplett ab
Berghütte im Oberallgäu brennt völlig ab

Eine über 110 Jahre alte Berghütte im Oberallgäu ist bei einem Großbrand vollständig zerstört worden. Die traditionsreiche Alpe Mohr bei Oberstaufen brannte am Sonntagabend aus bislang unbekannter Ursache komplett nieder. Nach ersten Schätzungen der Polizei beläuft sich der Sachschaden auf mehrere Millionen Euro.

Die Gaststätte der Berghütte brannte vollständig aus, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Alpe war zum Zeitpunkt des Feuers bereits geschlossen – es befanden sich keine Gäste oder Mitarbeiter in dem Gebäude. Menschen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden.

Feuerwehr kann Brand nicht eindämmen

Die alarmierten Feuerwehren aus der Region rückten mit einem Großaufgebot an, konnten jedoch nicht verhindern, dass die Hütte den Flammen vollständig zum Opfer fiel. Aufgrund der abgelegenen Lage im alpinen Gelände gestaltete sich die Löscharbeiten als schwierig. Ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude oder Waldflächen konnte die Feuerwehr nach ersten Erkenntnissen jedoch verhindern.

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Die Alpe Mohr liegt auf einer Höhe von rund 1.100 Metern und ist bei Wanderern und Mountainbikern beliebt. Sie gehört zu den ältesten bewirtschafteten Alpen der Region und war über Generationen hinweg ein beliebtes Ausflugsziel. Die wirtschaftliche Bedeutung solcher Berghütten für den Tourismus im Oberallgäu ist erheblich, da sie als Stützpunkte für Wanderer und als Einkehrmöglichkeit dienen.

Kripo Oberallgäu übernimmt Ermittlungen

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ein Sachverständiger soll im Laufe des Tages hinzugezogen werden, um die Unglücksstelle zu untersuchen. Die Behörden schließen derzeit weder einen technischen Defekt noch eine fahrlässige Brandstiftung aus. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Der Brand in der Alpe Mohr ist nicht der erste Vorfall dieser Art in den bayerischen Alpen. In den vergangenen Jahren kam es wiederholt zu Bränden in Berghütten, die oft durch Blitzschlag oder defekte Elektroanlagen ausgelöst wurden. Die genaue Ursache muss nun die Kripo klären.

Die gesamte Region Oberallgäu steht unter Schock. Oberstaufens Bürgermeister zeigte sich betroffen über den Verlust eines historischen Gebäudes. Die Alpe Mohr war nicht nur ein gastronomischer Betrieb, sondern auch ein Stück Heimatgeschichte. Ob und wann die Hütte wieder aufgebaut wird, ist derzeit unklar. Die Eigentümer haben sich noch nicht öffentlich geäußert.

Der Brand ereignete sich in einer Zeit, in der die Waldbrandgefahr in den Alpen aufgrund der anhaltenden Trockenheit vielerorts erhöht ist. Die Ermittlungen dauern an.

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