Nadal gibt Tipps für Montreal: Zverev greift wieder an
Nadal gibt Tipps für Montreal: Zverev greift an

Rafael Nadal bestreitet diese Woche in Montreal sein erstes Turnier nach den Enttäuschungen von Wimbledon. Der 36-jährige Spanier hatte sein Halbfinale gegen Nick Kyrgios wegen einer Bauchmuskelverletzung aufgeben müssen und nutzt nun das ATP-Masters-1000-Event in Kanada, um sich auf die US Open vorzubereiten. Mit von der Partie ist auch Alexander Zverev, der nach seiner schweren Fußverletzung endlich wieder in die Weltspitze vorstoßen will.

Nadal gilt als einer der erfolgreichsten Spieler beim kanadischen Masters: Insgesamt fünfmal konnte der Mallorquiner den Titel in Toronto oder Montreal gewinnen, zuletzt 2019. In Montreal selbst hat er ausschließlich positive Erinnerungen, denn hier siegte er 2018 und 2019. Sein Rekord spricht für den Sandplatz-König, der längst zu den besten Hartplatz-Spielern der Tennisgeschichte avanciert ist.

Nadels Tipps für den Hartplatz

Die Bauchmuskelverletzung scheint auskuriert. Im Training präsentierte sich der 22-malige Grand-Slam-Titelträger in Montreal bewegungsfreudig und schlug einige Übungssätze gegen Top-10-Spieler. Nadal betonte, dass er die frühen Runden benötige, um sein Spiel auf die schnellen Pisten einzustellen. Insbesondere sein Return und die Bewegung nach der Vorhand gelten als anspruchsvoll auf dem schnellen Belag in Kanada.

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Der Spanier riet den jüngeren Generationskollegen, auf dem schnellen Untergrund von Montreal von Beginn an volles Risiko zu gehen und sich auf aggressive Grundschläge zu konzentrieren. Er selbst wolle jede Partie als Vorbereitung für die bevorstehenden US Open nutzen, wo er bereits vier Titel holte. Ein Erfolg in Kanada könnte ihm wertvolle Punkte im Kampf um die Weltranglisten-Spitze bringen.

Zverevs langer Weg zurück

Alexander Zverev arbeitet weiter an seinem Comeback nach der komplizierten Fußverletzung, die er sich 2022 in Paris zugezogen hatte. Der Hamburger gab im September 2022 sein Comeback und hat inzwischen wieder zu seiner Schlagkraft gefunden. In Montreal erhofft sich der Olympiasieger von Tokio wichtige Spielpraxis und ein gutes Ergebnis, um in der Weltrangliste weiter nach oben zu klettern.

Der 26-Jährige hat beim kanadischen Masters bereits 2017 triumphiert – damals besiegte er Roger Federer im Endspiel. Diesen Triumph möchte er wiederholen. Zverevs Spiel ist auf harten Belägen am effektivsten. Mit seinem Aufschlag und der Rückhand kann er jeden Topspieler schlagen. Die Frage ist, ob er über die Distanz von zwei Wochen konstant genug agieren kann.

Das Turnier als Barometer

Neben Nadal und Zverev haben auch Carlos Alcaraz, Daniil Medwedew und Stefanos Tsitsipas gemeldet. Die Organisation erwartet ausverkaufte Ränge, denn die kanadischen Fans lieben Tennis. Bis zum Finale am Sonntag werden taktische Finesse und physische Stärke entscheiden. Für beide Deutschen ist das Masters in Montreal ein wichtiger Wegweiser für die kommenden Aufgaben im August und September.

Nadal sieht das Turnier als Ideal für seine Rückkehr auf den Hartplatz, während Zverev beweisen will, dass er zur erweiterten Weltspitze gehört. Die beiden zählen zu den Favoriten – auch wenn Alcaraz als Weltranglistenerster die Nummer eins der Setzliste ist. Die Konkurrenz schläft nicht, und gerade die schnellen Bedingungen in Kanada begünstigen Außenseiter.

Es bleibt abzuwarten, ob die beiden Germanen ihre Form in einen Titelangriff ummünzen können. Klar ist: Montreal bietet die ideale Bühne für einen Neustart nach den Rasen-Wochen von London.

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